Grippeimpfung – Wann, für wen und was Sie über Nebenwirkungen wissen sollten

13.04.2026

10 Minuten Lesedauer

Weibliche Pflegefachkraft verabreicht älterer Frau eine Grippeimpfung in den Oberarm

Eine Erkältung in der Wintersaison ist lästig, eine Grippeerkrankung unter Umständen gefährlich – eine Grippeimpfung kann aber gegen die Ansteckung damit schützen. Alle wichtigen Infos zur Grippeimpfung lesen Sie in diesem Artikel.

Plötzliches Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Gliederschmerzen, Husten und Schlappheit: Wer solche Symptome spürt, könnte an einer Grippe leiden. Eine Grippe – oder fachsprachlich: Influenza – ist eine ernsthafte Erkrankung und keine einfache Erkältung. Je nach Alter und Gesundheitszustand der betroffenen Person verläuft sie unterschiedlich und kann auch schwere Verläufe zeigen. Deshalb wird für bestimmte Personengruppen eine Grippeimpfung empfohlen. Das betrifft zum Beispiel ältere Menschen oder solche mit Vorerkrankungen. Zu Vorerkrankungen zählen zum Beispiel Asthma, COPD, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes.

Eine Grippe hält im Durchschnitt fünf bis sieben Tage an. Die Betroffenen sind aber in der Regel auch danach noch mehrere Tage lang geschwächt. Schwere Verläufe zeigen sich meist drei bis zehn Tage nach Beginn der Symptome. Mögliche Komplikationen sind zum Beispiel eine Lungenentzündung oder ein Herzinfarkt. Unter Grippeinfizierten kommt es auch immer zu wieder Todesfällen. In der Saison 2025/26 gab es laut Robert-Koch-Institut über 1900 Todesfälle1 durch Influenza. 95 Prozent der Verstorbenen waren 60 Jahre oder älter.

Was ist die Grippeimpfung – und wie funktioniert sie?

Grippe und Erkältung sind zwei verschiedene Erkrankungen. Beide Atemwegserkrankungen werden von Viren ausgelöst. Bei der Erkältung – einem sogenannten grippalen Infekt – sind es vor allem die sogenannten Rhinoviren, bei Grippe die Grippe- oder Influenzaviren. Mehr zum Unterschied zwischen Grippe und Erkältung lesen Sie hier.

Eine Grippeimpfung schützt vor Ansteckung mit Influenzaviren. Dabei werden inaktive Grippeviren bzw. Virusbestandteile gespritzt. Das Immunsystem der geimpften Person fängt daraufhin an, Antikörper gegen diese Viren zu produzieren. Bei diesen inaktiven Viren spricht man von einem Totimpfstoff.

Es gibt noch weitere Arten von Impfstoffen. Unterschieden werden sie unter anderem dadurch, ob es sich um Tot- oder Lebendimpfstoff handelt und wie viele Virenstämme im Impfstoff enthalten sind, etwa drei (bei den sogenannten trivalenten Impfstoffen) oder vier (bei quadrivalenten). Mehr über die verschiedenen Impfstoffe lesen Sie hier.

Wirkprinzip der Grippeimpfung auf einen Blick
  1. Bei der Impfung werden inaktive oder abgeschwächte Viren oder Bestandteile davon unter die Haut oder in den Muskel gespritzt, das sogenannte Antigen
  2. Das Immunsystem der geimpften Person erkennt dieses Antigen als fremd
  3. Das Immunsystem regt Immunzellen an, Antikörper gegen das Antigen zu bilden und eine Erinnerung an das Virus zu erzeugen
  4. Kommt die geimpfte Person später mit dem tatsächlichen Virus in Kontakt, bildet das Immunsystem die richtigen Antikörper
  5. Die Antikörper beseitigen die Viren in Kooperation mit dem restlichen Immunsystem

Grippeimpfung: Welche Impfstoffe gibt es?

Mehrere Grippeimpfstoff-Spritzen zur Vorbereitung einer Influenza-Impfung in medizinischem Kontext

Wer sollte sich gegen Grippe impfen lassen?

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts empfiehlt Influenza-Impfungen generell für mehrere Bevölkerungsgruppen. Das betrifft einerseits Menschen, die selbst bestimmte Voraussetzungen erfüllen, und andererseits Personen, die mit diesen regelmäßig Kontakt haben.

Grundsätzlich wird eine Grippeimpfung für Menschen ab 60 Jahren, für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sowie Patientinnen und Patienten mit einer chronischen Grunderkrankung empfohlen. Zu berücksichtigen sind dabei Krankheiten der Atmungsorgane, Herz- oder Kreislaufkrankheiten, Leber- oder Nierenkrankheiten, Diabetes oder andere Stoffwechselkrankheiten. Außerdem geht es um chronische neurologische Krankheiten wie Multiple Sklerose, eine angeborene oder erworbene Immunschwäche (Immundefizienz) oder um HIV. Hinzukommen Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche, bei erhöhter gesundheitlicher Gefährdung bereits ab dem ersten Trimenon.

Wer selbst diese Voraussetzungen erfüllt oder wer mit Menschen zu tun hat, die sie erfüllen, sollte sich nach der STIKO-Empfehlung impfen lassen.

Ein Sonderfall sind Personen, die häufigen Kontakt zu Schweinen, Geflügel, Wildvögeln und Robben haben. Bei diesen Tieren kam es in den letzten Jahren häufig zu Infektionen mit speziellen, hauptsächlich unter Tieren verbreiteten Influenzaviren. Wenn sich nun etwa ein Tierpfleger parallel mit den unter Tieren verbreiteten und den saisonalen Grippeviren infiziert, könnte es zu genetischen Veränderungen an den Viren und damit einem erheblichen Gesundheitsrisiko auch für die Gesellschaft kommen. Deshalb wird auch für sie eine Impfung empfohlen.

Die Risikogruppen im Überblick2:
• Personen ab 60 Jahren
• Menschen mit chronischen Grunderkrankungen
• Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
• Medizinisches Personal
• Schwangere
• Personen in Einrichtungen mit umfangreichem Publikumsverkehr
• Kontaktpersonen von Menschen mit bestehendem Risiko
• Personen, die häufigen Kontakt zu Schweinen, Geflügel, Wildvögeln und Robben haben

Wer zahlt die Grippeimpfung?

Bei allen Angehörigen der genannten Risikogruppen übernehmen die gesetzlichen oder die privaten Krankenkassen die Kosten für die Influenza-Impfung. Einige gesetzliche Krankenkassen beteiligen sich auch bei Menschen, die nicht zu den Risikogruppen gehören, an den Kosten. Wer sich dafür interessiert, sollte sich bei seiner Krankenkasse erkundigen.

Wer privat versichert ist und keiner Risikogruppe angehört, kann sich in einer entsprechend zugelassenen Apotheke impfen lassen. Die Kosten dafür kann er oder sie sich von der Privatkasse erstatten lassen. Seit Oktober 2022 dürfen Apothekerinnen und Apotheker nach einer entsprechenden Fortbildung Impfungen vornehmen.

Die Kosten einer Grippeimpfung in der Apotheke setzen sich in etwa so zusammen3:






Gesamtpreis:
38 Euro

Wann sollte man sich gegen Grippe impfen lassen?

Personen der Risikogruppen sollten sich im Idealfall im Oktober oder November, spätestens aber bis Mitte Dezember impfen lassen, um rechtzeitig geschützt zu sein. Hintergrund: In den vergangenen Jahren hat die Grippewelle in Deutschland ihren Höhepunkt meist kurz nach dem Jahreswechsel erreicht. Die Immunabwehr des Körpers benötigt etwa zehn bis 14 Tage, um Antikörper zu entwickeln.

Anfang Oktober Mitte Oktober Anfang Januar
Grippeimpfung Schutz gegen Grippeviren ist aufgebaut Höhepunkt der Grippewelle

Personen aus den Risikogruppen, die bis dahin noch nicht geimpft sind, sollten sich aber durchaus auch danach noch impfen lassen. Schließlich sind die Dauer und die zeitlichen Verläufe einer Grippewelle nie genau vorherzusagen. Es gab auch schon Grippesaisons, in denen es im März noch zu einer weiteren Grippewelle kam, aufgrund einer anderen Virusvariante.

Wann muss man gegen Grippe nachimpfen?

Ganz wichtig: Angehörige der Risikogruppen sollten sich zu jeder Saison aufs Neue impfen lassen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen verschiedene Virenstämme, die sich jedes Jahr unterschiedlich stark ausbreiten können. Zum anderen können sich Influenzaviren auch leicht verändern: Dadurch haben die Viren einen Vorteil, weil die Antikörper aus einer früheren Impfung oder Infektion weniger gut an die neuen Varianten binden können. Außerdem lässt der Schutz durch eine Influenza-Impfung laut dem RKI nach sechs bis 12 Monaten 4 nach.

Für einen möglichst guten Schutz wird der Grippeimpfstoff für jede Saison an diejenige Zusammensetzung der Virenstämme angepasst, die voraussichtlich das Infektionsgeschehen dominieren wird. Dafür untersuchen Referenzlabore in aller Welt die aktuell jeweils zirkulierenden Influenzaviren. Ihre Ergebnisse übermitteln die Labore dann an die Weltgesundheitsorganisation WHO, die mit den nationalen Institutionen zusammenarbeiten. In Deutschland ist dies das Nationale Referenzzentrum für Influenza am Robert Koch-Institut.

Grundsätzlich muss man sich pro Saison aber auch nur einmal impfen lassen. Die Impfungen sind nicht als Booster konzipiert, die sich verstärken würden, und es wird von einem ausreichenden Schutz nach einer Impfung ausgegangen. Ausnahmen sind Kinder, die aufgrund von gesundheitlicher Gefährdung erstmalig gegen Grippe geimpft werden. Ihnen werden zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen verabreicht.

Wann sollte man sich gegen Grippe impfen lassen?

  • Angehörige der Risikogruppen sollten sich möglichst zwischen Oktober und Mitte Dezember impfen lassen.
  • Wurde das versäumt, bringt eine Impfung auch später noch Schutz. Es gilt: Besser spät impfen als nie.

Wann wirkt die Grippeimpfung? Wie schnell greift der Schutz?

Etwa zehn bis 14 Tage braucht der Körper, um eine Immunantwort auf den Impfstoff zu entwickeln. Ab diesem Zeitpunkt setzt dann die Schutzwirkung ein. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts hält diese Wirkung etwa sechs bis zwölf Monate an. Studien zufolge liegt die Wirksamkeit der Impfung zwischen 20 und 60 Prozent.5

Bei älteren Erwachsenen wird von einer Wirksamkeit von durchschnittlich 40 Prozent ausgegangen. Diese Schutzwirkung liegt zwar unter der manch anderer Impfstoffe. Aufgrund der Häufigkeit von Grippeinfektionen können dennoch viele Ansteckungen vermieden werden. Laut RKI sind dies etwa 400.000 verhinderte Fälle pro Jahr in der Altersgruppe 60+.

Wissenswertes zum Thema Impfen

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Nebenwirkungen der Grippeimpfung – was ist normal?

Der saisonale Grippeimpfstoff ist in der Regel gut verträglich. Als Impfreaktionen können direkt an der Einstichstelle lokale Erscheinungen wie leichte Schmerzen, eine Rötung oder Schwellung auftreten. Diese Reaktionen sind nicht schlimm, sondern sogar im Gegenteil eine Folge der erwünschten, natürlichen Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem Impfstoff.

Als leichte Nebenwirkungen kann es vorübergehend zu Erkältungssymptomen wie Fieber, Frösteln oder Schwitzen, Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen kommen. Diese klingen aber meistens innerhalb von ein bis zwei Tagen wieder ab. Schwerwiegende Nebenwirkungen, wie etwa allergische Sofortreaktionen, treten nur sehr selten auf.

Mögliche Impfreaktion/Nebenwirkungen6

Impfreaktion/Nebenwirkung Häufigkeit
Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle sehr häufig, > 10 %
Kopf- und Gliederschmerzen sehr häufig, > 10 %
Fieber, Schüttelfrost, Unwohlsein häufig, 1–10 %
Müdigkeit Unklare Studienlage – gelegentlich, 0,1–1 %, bis sehr häufig, 17 %7
Magen-Darm-Beschwerden Sehr selten, <0,1 %

Quelle: DAP – Deutsches Apotheken-Portal: Checkliste für Grippeimpfungen in der Apotheke, Stand Juli 2025

Menschen, die an einer schweren Allergie gegen Hühnerweiß leiden, sollten vorsichtig sein: Grippeimpfstoffe werden üblicherweise unter Verwendung von Hühnerweiß hergestellt und es können Spuren davon im Impfstoff enthalten sein. Wer also zum Beispiel auf Hühnerweiß in kurzer Zeit mit anaphylaktischen Symptomen wie einem Kreislaufkollaps reagiert, sollte mit einem anderen Impfstoff geimpft werden.

Nach der Impfung: Deshalb ist Beobachtung so wichtig

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Wann sollte man NICHT gegen Grippe impfen? – Kontraindikationen

Wer zum geplanten Impfzeitpunkt eine leichte Erkältung hat, kann trotzdem geimpft werden. Für Angehörige der Risikogruppen gibt es nur drei sogenannte Kontraindikationen, also Gründe, warum sie aktuell nicht geimpft werden sollten:

  1. Sie leiden an einer Erkrankung mit 38,5 °C Fieber oder mehr
  2. Sie haben einen schweren akuten Infekt
  3. Sie haben eine Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffes, zum Beispiel Hühnereiweiß

In den Fällen 1) und 2) sollte die Impfung verschoben werden. Bei 3) sollte ein Impfstoff gewählt werden, der die Allergie auslösende Substanz nicht enthält.

Wenn bei Angehörigen der Risikogruppen keiner dieser drei Gründe vorliegt, kann die Grippeimpfung verabreicht werden.

Mythen-Check: Löst eine Grippeimpfung Grippe aus?

Der Mythos, dass eine Grippeimpfung eine Grippe auslösen kann, ist auf jeden Fall falsch. Bei einem Totimpfstoff sind die Viren genau das: tot – und sie können keine Krankheit auslösen.

Wie wirksam ist die Grippeimpfung – und was passiert bei Grippe trotz Impfung?

Keine Art von Impfung bietet einen 100-prozentigen Schutz, auch die Grippeimpfung nicht. Sie entwickelt bei älteren Erwachsenen in etwa eine Schutzwirkung von 40 Prozent. Das bedeutet: Auch wer geimpft ist, kann Grippe bekommen. Doch erfahrungsgemäß verläuft eine Infektion bei geimpften Menschen milder und mit weniger Komplikationen.

Wer trotz Impfung eine Grippe bekommt, sollte sie mit den bewährten Mitteln behandeln. Und wer grippeähnliche Symptome zeigt, sollte auch in Erwägung ziehen, dass ihn ein anderer Erreger von Atemwegsinfekten erwischt hat. Denn auch die sind während der Grippesaison vermehrt unterwegs.

Grippeimpfung für Senioren – was Angehörige wissen sollten

Menschen der Altersgruppe 60+ haben ein besonders großes Risiko, an schweren Verläufen der Grippe zu leiden. Mit dem Alter nimmt die Leistungsfähigkeit des Immunsystems ab; Immunseneszenz nennen Fachleute dieses Phänomen. Dadurch ist zum einen die Abwehr gegen die Erreger weniger ausgeprägt, zum anderen kann dadurch auch die Impfung weniger wirksam sein als bei jüngeren Menschen.

Außerdem leiden Senioren und Seniorinnen häufiger an Vorerkrankungen, die das Risiko von Komplikationen erhöhen. Sofern keine Kontraindikation vorliegt, sollten sie sich deshalb auf jeden Fall gegen Influenza impfen lassen.

Für Menschen ab 60 empfiehlt die STIKO die Immunisierung mit einem Hochdosis-Impfstoff oder einem wirkverstärkten, sogenannten MF-59-adjuvantierten Grippeimpfstoff, die beide im Vergleich zu Standard-Grippeimpfstoffen eine bessere Wirksamkeit bei dieser Altersgruppe haben.

Parallel dazu sollte geprüft werden, ob die Seniorin oder der Senior noch einen ausreichenden Impfschutz gegen Covid-19, Pneumokokken und RSV hat. Gegebenenfalls können mehrere Impfungen gleichzeitig vorgenommen werden, um etwa Bewohnenden von Pflegeheimen die Belastung gleich mehrerer Arzttermine zu ersparen.
Einen Überblick über Schutzimpfungen für Senioren und Seniorinnen finden Sie hier.

Daran sollten Sie als Angehörige denken:

• Im Oktober einen Termin zur Grippeimpfung für die Seniorin oder den Senior organisieren
• Wenn Sie mit ihr oder ihm regelmäßig Kontakt haben, sich am besten auch gleich impfen lassen
• Die hausärztliche Praxis kontaktieren
• Prüfen, ob noch Impfschutz gegen Covid-19, Pneumokokken und RSV besteht

Fazit: Grippeimpfung – sinnvoll, sicher und jährlich empfohlen

Menschen ab 60, Bewohnende von Pflegeheimen und Personen mit Vorerkrankungen – und alle, die mit ihnen umgehen – sollten sich unbedingt zu jeder neuen Saison wieder gegen Grippe impfen lassen. Der Aufwand ist gering, die Risiken sind minimal und die Schutzwirkung ist überzeugend: Zwar liegt die Schutzwirkung nicht nahe hundert Prozent, ist aber deutlich besser als „nichts“ und senkt die Risiken für Ansteckung, schwere Verläufe und Krankenhausaufenthalte. Also: im Oktober zur Grippeimpfung!

Häufig gestellte Fragen zur Grippeimpfung

Wann sollte man sich gegen Grippe impfen lassen?

Die Grippeimpfung sollte idealerweise im Oktober erfolgen. Damit ist die Schutzwirkung zum üblichen Höhepunkt der Grippesaison da. Aber auch eine spätere Impfung kann noch sinnvoll sein.

Wie schnell wirkt die Grippeimpfung?

Die Schutzwirkung der Grippeimpfung tritt nach zehn bis 14 Tagen ein. Wer sich also Anfang Oktober impfen lässt, ist zur Hochzeit der Grippesaison geschützt.

Wie lange hält der Schutz der Grippeimpfung?

Die Wirkung der Grippeimpfung hält sechs bis zwölf Monate an. Damit ist eine erneute Impfung für jede Grippesaison notwendig.

Welche Nebenwirkungen hat die Grippeimpfung?

Der Impfstoff der Grippeimpfung ist in der Regel gut verträglich. Häufig treten Impfreaktionen wie Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle auf, manchmal auch Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Kopf-, Muskel- oder Gliederschmerzen. Diese klingen aber in der Regel innerhalb weniger Tage ab.

Kann man sich bei Erkältung gegen Grippe impfen lassen?

Ja, auch bei einer Erkältung kann man sich gegen Grippe impfen lassen. Bei akuten Infekten oder Erkrankungen mit Fieber sollte die Impfung verschoben werden.

Kann man trotz Grippeimpfung Grippe bekommen?

Ja, eine Grippeimpfung schützt nicht zu 100 Prozent davor, dass man Grippe bekommt. Aber in der Regel sind die Verläufe dann sehr viel milder.

Wie oft muss man die Grippeimpfung auffrischen?

Jede Saison sollte die Grippeimpfung aufgefrischt werden. Die Wirkung der Impfung lässt nach spätestens zwölf Monaten nach. Außerdem wird die Zusammensetzung der Impfung jedes Jahr an das erwartete Profil der Viren angepasst, die voraussichtlich vorherrschend sein wird.

Wer übernimmt die Kosten der Grippeimpfung?

Die Kosten der Grippeimpfung übernehmen die gesetzlichen und privaten Krankenkassen bei Angehörigen der Risikogruppen. Wer nicht zur Risikogruppe gehört, sich aber dennoch impfen lassen möchte, sollte dazu mit seiner Krankenkasse sprechen.

Quellen:

    1. Pharmazeutische Zeitung (2026): „RKI erklärt Grippewelle für beendet“, online unter https://www.pharmazeutische-zeitung.de/rki-erklaert-grippewelle-fuer-beendet-164080/ (abgerufen am 13.04.2026)
    2. RKI (2025): „Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schutzimpfung gegen Influenza“, online unter https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Influenza/FAQ-Liste_gesamt.html#entry_16870876 (abgerufen am 13.04.2026)
    3. Lauterjung, A. (2025): „Die Ökonomie der Grippeimpfung“, WirtschaftsWoche, online unter https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/grippeimpfung-so-setzt-sich-der-preis-fuer-sie-zusammen/100181381.html (abgerufen am 13.04.2026)
    4. RKI (2021): „Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schutzimpfung gegen Influenza – Wie hoch ist die Wirksamkeit der Influenza-Impfung“, online unter https://www.fu-berlin.de/sites/abt-1/stabsstellen/fundament-gesundheit/_elemente_startseite-neu/Grippeschutzimpfung-2021/11_-RKI—FAQ-Grippeschutzimpfungen.pdf (abgerufen am 13.04.2026)
    5. RKI (2021): „Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Schutzimpfung gegen Influenza – Grippeschutzimpfung (Stand: 17.3.2021)“, online unter https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Influenza/FAQ_Liste_Wirksamkeit.html#entry_16870918 (abgerufen am 13.04.2026)
    6. Deutsches Apothekenportal (2025): „Checkliste für Grippeimpfungen in der Apotheke“, online unter https://pro.campus.sanofi/dam/Portal/Germany/Resources/Alles-rund-um-die-Influenza-Impfung-in-der-Apotheke/pdf/Serviceblaetter-alle-Grippeimpfung-2025-2026-DAP.pdf(abgerufen am 13.04.2026)
    7. Lee CS, Lee KH, Jung MH, Lee HB. Rate of influenza vaccination and its adverse reactions seen in health care personnel in a single tertiary hospital in Korea. Jpn J Infect Dis. 2008 Nov;61(6):457-60. PMID: 19050354. online unter https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19050354/(abgerufen am 13.04.2026)

Weitere Quellen:

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Zuletzt Aktualisiert am: 13.04.2026

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