Neuigkeiten – Korian Deutschland https://www.korian.de Bei Korian sind Sie bestens umsorgt Wed, 12 Aug 2026 14:07:20 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.5 /favicon-96x96.ico Neuigkeiten – Korian Deutschland https://www.korian.de 32 32 Duft der Kindheit: Korian bringt Erinnerungen auf den Teller https://www.korian.de/ratgeber-magazin/duft-der-kindheit-korian-bringt-erinnerungen-auf-den-teller/ Wed, 12 Aug 2026 08:32:12 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=70107

Essen ist weit mehr als reine Versorgung – es weckt Erinnerungen und verbindet Menschen. Mit dem bundesweiten Rezeptwettbewerb „Duft der Kindheit“ stellt Korian genau diese Bedeutung von Ernährung und Lebensqualität in den Mittelpunkt. Bewohner, Angehörige und Mitarbeitende sammeln dabei gemeinsam Lieblingsrezepte aus vergangenen Zeiten.

Kulinarische Erinnerungen mit persönlicher Bedeutung

Bereits zum zweiten Mal lädt Korian seine Einrichtungen dazu ein, Gerichte zu sammeln, die an Kindheit, Familie und Heimat erinnern. Vertraute Düfte und Geschmäcker können Erinnerungen wecken und persönliche Geschichten lebendig werden lassen.

Die Begeisterung für den Wettbewerb wächst kontinuierlich. In diesem Jahr beteiligten sich 132 Einrichtungen bundesweit und reichten mehr als 480 Rezepte ein. Damit wurde die hohe Beteiligung aus dem Vorjahr noch einmal übertroffen.

Gemeinsame Erlebnisse für Bewohner und Mitarbeitende

Der Wettbewerb ermöglicht es den Bewohnern, persönliche Erinnerungen und Lieblingsgerichte einzubringen. Das gemeinsame Erinnern stärkt die Gemeinschaft und schafft besondere Begegnungen zwischen Bewohnern, Angehörigen und Mitarbeitenden.

Auch die Service- und Küchenteams profitieren: Sie lernen die Vorlieben der Bewohner besser kennen und zeigen zugleich ihre Kreativität und ihr Engagement bei der täglichen Verpflegung.

Von der Region ins Finale

Der Weg ins Finale führte über elf regionale Vorentscheide. Dort traten jeweils zwei Teams mit ihrem „Duft der Kindheit“-Rezept gegeneinander an – für die teilnehmenden Bewohner:innen waren diese Veranstaltungen ein besonderes Erlebnis voller Genuss und gemeinsamer Erinnerungen. Aus den elf Gebietssiegern wählte eine Jury anschließend fünf Teams für das große Finale aus.

Austragungsort des Finales war das KochWerk in Frankfurt, eine Eventlocation für Kochkurse und Teamkochen. Die Küche war in diesem Jahr bewusst offen gestaltet. Dadurch konnten sich Teams und Gäste während des gesamten Wettbewerbs unkompliziert austauschen. Besonders in der Beratungsphase der Jury nutzten viele Besucher:innen die Gelegenheit, den Teams beim Kochen über die Schulter zu schauen und sich von ihnen die Geschichte hinter dem jeweiligen Gericht erzählen zu lassen.

www.maltejoechel.com

Bewertet wurden die fünf Finalgerichte von einer Jury von Korian Deutschland und der Catering- und Gastronomiebranche: Monika Steilen (Chief Communications & Marketing Officer, Korian Deutschland), David De Mol (CTO Benelux, Korian Belgien), André Schellenberg (Culinary & Menue Management Director, Compass Group), Thorsten Greth (Geschäftsführer, Klüh Catering GmbH) und Sven Schulz (Head of Service Management, Korian Deutschland).

Diese Teams kochten sich aufs Siegertreppchen

Nach intensiver Verkostung stand die Reihenfolge der fünf Finalteams fest.

Platz 1 erkämpfte sich das Haus der Betreuung & Pflege am Wendelstein, Kolbermoor mit dem Kindheitsmenü von Bewohnerin Regina Hechenberger „Saure Nieren mit Rotwein und Essig, dazu Semmelknödel und Mangold“

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„Wir waren eine große Familie mit 7 Personen im Haus. Mutter, Vater, Onkel und vier Kinder. Da das Geld manchmal knapp war durch den Hausbau wurde die Familie mit der eigenen kleinen Landwirtschaft ernährt und eine gute Versorgung gesichert. Dieses Gericht wurde bei uns 2-3 mal in der Woche gekocht, es war sehr lecker und alle sind mit wenig Geld satt geworden.“

Regina Hechenberger (88 Jahre)

Die Plätze 2 bis 5 gingen an…

Die drei ersten Gewinnerteams erhielten jeweils einen Geldpreis für ihre Einrichtung.

Unterstützende Partner des Wettbewerbs

Ein besonderer Dank gilt den diesjährigen Sponsoren, ohne die der Wettbewerb und das Event in dieser Form nicht hätte stattfinden können:

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Der Duft der Kindheit – Lebensqualität durch Genuss und Gemeinschaft

In den folgenden Wochen wird die Geschäftsführung die Bewohner mit den Gewinnermenüs und die Küchenteams noch persönlich besuchen und ihnen zum Sieg gratulieren.

Der Wettbewerb „Duft der Kindheit“ zeigt, welchen Stellenwert gutes Essen in der Pflege hat. Er verbindet Genuss mit persönlichen Erinnerungen, fördert Gemeinschaft und würdigt die Arbeit der Service- und Küchenteams.

Ein Erfolgsformat, dass sich etabliert hat. Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr.

Die Küchenteams beim großen Live-Kochfinale 2026 im KochWerk in Frankfurt.
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„Duft der Kindheit“ – Kochwettbewerb war ein voller Erfolg https://www.korian.de/ratgeber-magazin/duft-der-kindheit-kochwettbewerb-war-ein-voller-erfolg/ Tue, 22 Jul 2025 10:05:53 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=63711

Mit über 340 eingereichten Rezepten, stieß der Korian-interne Rezeptwettbewerb „Duft der Kindheit“ auf große Begeisterung und Engagement bei unseren Bewohnern, Mitarbeitern im sozialen Dienst und unseren Küchenteams.

Erinnerungen aktivieren

Im Mittelpunkt des Wettbewerbs stand die Idee, gemeinsam mit den Bewohner:innen der Korian-Einrichtungen Erinnerungen lebendig werden zu lassen – durch Gerichte, die nach Heimat schmecken. Es ging darum, herauszufinden, welche Speisen vertraute Düfte und Gefühle hervorrufen, welche Aromen an Kindheit, Familie und prägende Augenblicke erinnern.

Korian-Küchenteams zeigen, was sie können

Zugleich bot der Wettbewerb den Küchenteams eine Bühne, auf der sie ihr Können, ihre Kreativität und ihre Hingabe unter Beweis stellten. Sie machten deutlich, dass ihre Arbeit weit über das Zubereiten von Mahlzeiten hinausgeht: Durch ihr Engagement tragen sie wesentlich zur emotionalen Verbundenheit und zum Wohlbefinden der Bewohner:innen bei.

„Wir haben mit „Duft der Kindheit“ sichtbar gemacht, wie viel Fachwissen, Kreativität und Herzblut in unseren Küchenteams steckt. Für diese Leistung danke ich ihnen von Herzen.“

sagt Jochen Hartmann, Geschäftsführer der Korian Service Gesellschaft.

maltejoechel.com

Vom ersten Rezept bis zum Finale

Aus der Vielzahl eingesendeter Rezepte wählte eine Expertenjury zehn Gerichte aus, die sich durch ihren authentischen Charakter und Kreativität hervortaten. Die sechs überzeugendsten Teams wurden zum großen Kochfinale nach Frankfurt eingeladen, um dort in der von unserem Partner Nestlé Professional zur Verfügung gestellten Showküche vor der Jury und zahlreichen Gästen live ihr Können unter Beweis zu stellen. Die Jury setzte sich aus Mitgliedern der Korian-Geschäftsführung sowie Fachleuten aus der Gastronomiebranche zusammen. In einem Zeitfenster von fünf Stunden mussten jeweils 20 Portionen des eingereichten Bewohner-Rezepts für die Gäste und die sechs Jurymitglieder vorbereitet werden. Jedes Team hatte dabei einen eigenen ihm zur Verfügung stehenden Kochblock. Bewertet wurden nicht nur Geschmack und Optik, sondern auch kreative Umsetzung und Alltagstauglichkeit.

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Besonderer Dank gilt auch unseren Partnern und Lieferanten Chefs Culinar, Fresh Food Services, Euro Frische Team, Hartung Nahrungsmittel, CF Gastro und Döbrich & Kohl GmbH, die das Projekt maßgeblich unterstützt haben sowie an Nestlé Professional für die Bereitstellung ihrer Showküche für das Finale.

Die Gewinner-Teams:

Platz 1

Den ersten Platz und somit den Hauptgewinn von 1.000 € sicherte sich Haus Schulze-Kathrinhof in Saarwellingen mit dem Gericht „Falscher Hase“.

Zubereitet wurde das traditionsreiche Rezept von Carmen Fritz und Gabi Welsch – inspiriert von den Erinnerungen der Bewohnerin Hedwig Demmer.

Platz 2

Den zweiten Platz mit einem Gewinn von 500 € belegte das Haus Evergreen in Recklinghausen mit „Kaninchen in Printensoße“.

Das Gericht wurde von Justin Wieczorek gekocht und von Johanna Bramkamp eingereicht.

3. Platz

Auf dem dritten Rang mit 300 € Gewinn fürs Team landete das Zentrum für Betreuung und Pflege am Jahnpark in Altenburg mit „Mutzbraten aus dem Backofen“.

Eingereicht wurde das Rezept von Udo Lambrecht und umgesetzt von Uwe Kunstmann.

Auf den Plätzen 4-6 folgten:

  1. Das Haus Bismarckpark (Gelsenkirchen) mit „Vegetarischen Frikadellen aus Sizilien“
  2. Das Haus Lübbecke mit einem süßen Nudelgericht, kombiniert mit Backpflaumenkompott und geröstetem Paniermehl
  3. Das Haus der Betreuung und Pflege Vilseck mit einem Kalbsbraten in Mandelkruste

Die Plätze sieben bis zehn gingen an Einrichtungen aus Mainaschaff, Leipzig-Engelsdorf, Bessenbach und Rhöndorf.

Nach der Scheckübergabe durch Jochen Hartmann wurde noch eine Weile gemeinsam auf den Erfolg angestoßen und die besondere Atmosphäre vor Ort genossen.

Wir freuen uns schon aufs nächste Jahr, um den „Duft der Kindheit“ und die Erinnerungen unserer Bewohner:innen in Form von vielen tollen und leckeren Rezepten aufs Neue zu aufleben zu lassen.

Die Küchenteams beim großen Live-Kochfinale 2025 n der Nestlé Showküche in Frankfurt.
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Pflege 2030: Korian zieht Bilanz und bringt Erkenntnisse ins gesamte Netzwerk https://www.korian.de/ratgeber-magazin/pflege-2030-korian-zieht-bilanz-und-bringt-erkenntnisse-ins-gesamte-netzwerk/ Wed, 08 Jul 2026 10:33:36 +0000 https://www.korian.de/ratgeber-magazin/duft-der-kindheit-korian-bringt-erinnerungen-auf-den-teller-2/

Abschlussveranstaltung in Karlsfeld: Wie kann stationäre Pflege angesichts des demografischen Wandels, steigender Pflegebedarfe und des Fachkräftemangels zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Modellprojekt Pflege 2030 in den vergangenen dreieinhalb Jahren.

Bei der feierlichen Abschlussveranstaltung am 8. Juli im Korian Haus Karlsfeld blickten die Projektpartner – die Korian Deutschland GmbH, die Korian Stiftung für würdevolles Altern sowie die Universität Bremen und das Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS – gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Praxis auf diese bundesweit einmalige Initiative zurück. Zugleich wurde deutlich: Die im Modellvorhaben in Karlsfeld gewonnenen Erkenntnisse werden bereits schrittweise in das gesamte deutsche Korian-Netzwerk übertragen.

Praxishandbuch bündelt Erfahrungen aus dreieinhalb Jahren Modellprojekt

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch nicht nur der Abschluss des Projekts. Vorgestellt wurde außerdem ein modulares Praxishandbuch, das die Erfahrungen aus dreieinhalb Jahren Modellprojekt bündelt und Pflegeeinrichtungen aller Trägerformen eine praxisnahe Orientierung für die Umsetzung von Digitalisierung, Personalbemessung und Organisationsentwicklung bietet.

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Innovation braucht Zusammenarbeit

Die Bayerische Staatsministerin für Gesundheit, Pflege und Prävention, Judith Gerlach, würdigte Pflege 2030 als wichtigen Beitrag zur Weiterentwicklung der stationären Langzeitpflege. Das vom Bayerischen Staatsministerium mit 3,1 Millionen Euro geförderte Projekt habe eindrucksvoll gezeigt, wie sich Wissenschaft, Praxis und Technologie erfolgreich miteinander verbinden lassen, um praxistaugliche Lösungen für die Pflege zu entwickeln.

Korian Pflege2030 Abschlussveranstaltung des 3-jährigen Projekts im Korian Haus Karlsfeld mit Judith Gerlach, Ministerin für Gesundheit und Pflege Bayern.

Stimmen aus der Unternehmensführung

Rémi Boyer, Group Deputy CEO von Clariane und ehemaliger CEO von Korian Deutschland, unterstrich die europäische Bedeutung des Projekts: Demografischer Wandel und Fachkräftemangel stellten alle Gesundheitssysteme vor ähnliche Herausforderungen. Umso wichtiger sei es, in Forschung, Innovation und wissenschaftlich begleitete Praxis zu investieren.

Für Christian Gharieb, CEO der Korian Deutschland GmbH, zeigt Pflege 2030, dass die Zukunft der Pflege nur im Zusammenspiel von moderner Arbeitsorganisation, kompetenzgerechter Aufgabenverteilung und passgenauer technologischer Unterstützung gestaltet werden kann. Ziel sei es nicht gewesen, theoretische Konzepte zu entwickeln, sondern Lösungen zu finden, die sich im Pflegealltag tatsächlich bewähren und den Mitarbeitenden sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern einen spürbaren Mehrwert bieten.

Digitale Entlastung im Pflegealltag: 30 Minuten mehr Zeit für Menschen

Die wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts zeigt: Digitale Lösungen entfalten ihren größten Nutzen, wenn sie sich an den Bedürfnissen der Mitarbeitenden orientieren, sich nahtlos in bestehende Arbeitsabläufe integrieren und im Pflegealltag praxistauglich sind. So spart beispielsweise eine sprachgestützte Pflegedokumentation pro Pflegekraft täglich rund 30 Minuten Dokumentationszeit – bei gleichzeitig verbesserter Dokumentationsqualität. Digitale Technologien entlasten jedoch nicht nur die Pflegekräfte, sondern stärken zugleich die Sicherheit, die soziale Teilhabe sowie die Würde und Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner.

Ergebnisse, die über das Projekt hinauswirken

Mit dem Abschluss des Projekts beginnt deshalb der nächste Schritt. Die in Karlsfeld erfolgreich erprobten Lösungen werden nun schrittweise auf das gesamte deutsche Korian Netzwerk übertragen. Dazu gehören unter anderem die Einführung einer sprachgestützten Pflegedokumentation ab 2027, der Ausbau digitaler Assistenzsysteme sowie die Einführung eines neuen zentralen Care-Management-Systems für Pflegedokumentation, Abrechnung sowie Dienst- und Tourenplanung, das bereits ab dem vierten Quartal 2026 an acht Pilotstandorten getestet und ab 2027 ausgerollt werden soll.

Das modulare Praxishandbuch und die Pressemeldung finden Sie hier: https://korian-stiftung.de/pflege2030 oder unter https://www.korian.de/pflege2030

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Pflegende Angehörige: Engagement hoch – Unterstützung oft zu gering https://www.korian.de/ratgeber-magazin/pflegende-angehoerige-engagement-hoch-unterstuetzung-oft-zu-gering/ Tue, 07 Oct 2025 07:27:59 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=64953

Pflegende Angehörige sind die tragende Säule unseres Pflegesystems – und das zeigt nun auch eine neue europaweite Studie im Auftrag von Clariane. Demnach übernimmt in Deutschland fast jeder vierte Erwachsene regelmäßig die Pflege von Familienmitgliedern. Viele tun dies gerne und mit Stolz. Gleichzeitig fehlen jedoch Unterstützung und Entlastung im Alltag.

Anteil pflegender Angehöriger nach Länder

Anteil pflegender Angehöriger nach Länder

Pflege bedeutet Nähe, Verantwortung und oft Alleinlast

Einkäufe, Fahrdienste, Begleitung zu Arztterminen oder auch die psychologische Unterstützung – das alles stemmen Angehörige zusätzlich zu Beruf und Familie. Im Schnitt wenden sie dafür europaweit 13 Stunden pro Woche auf.

In Deutschland kümmern sich acht von zehn Angehörigen sogar fast allein um die gesamte Pflege, im Gegensatz zu beispielsweise den Niederlanden, wo der Pflegeaufwand eher auf mehrere Personen aufgeteilt wird.

Durchschnittliche Wochenstunden für die Unterstützung pflegebedürftiger Angehöriger

Durchschnittliche Wochenstunden für die Unterstützung pflegebedürftiger Angehöriger

Pflege meist in der Familie

Die Pflege wird in Europa meist innerhalb der Familie übernommen: Neun von zehn pflegenden Personen kümmern sich um Angehörige – fast die Hälfte um die eigenen Eltern, nur 14% auch um die Großeltern. Hauptgründe sind dabei das hohe Alter und Krankheiten, die mit zunehmender Pflegebedürftigkeit einhergehen, was die wachsenden Herausforderungen durch die alternde Bevölkerung Europas widerspiegelt. Auch Behinderungen spielen eine Rolle und verursachen bei etwa der Hälfte der Pflegenden zusätzlichen Unterstützungsbedarf.

Zwischen Sinn und Belastung

Die Befragten beschreiben die Pflege grundsätzlich als erfüllend: Neun von Zehn Angehörigen sind stolz auf ihre Aufgabe. 84 % betrachten den Grund für ihr Engagement vor allem als ihre eigene Entscheidung, was zu höherer Zufriedenheit führt. Ein Grund, der nur von einer Minderheit (17 %) genannt wird, ist hingegen das Fehlen von alternativen Angeboten wie spezialisierte Dienstleistungen oder häusliche Hilfsmittel.

Dennoch berichten viele von gesundheitlichen Belastungen, weniger Freizeit und Konflikten im Familienleben. Die Pflege naher Angehöriger verändert oft die Beziehung und bringt Sorgen mit sich: Viele Pflegende fühlen sich manchmal überfordert, sehen ihre Angehörigen anders als früher und sorgen sich um deren Zukunft. Fast sieben von zehn fühlen sich mit der Verantwortung allein gelassen, und in rund jedem achten Fall entstehen familiäre Konflikte durch ungleiche Aufgabenverteilung.

Auf einer Skala von 1 (keine Belastung) bis 7 (starke Belastung) nennen die Pflegenden im Durchschnitt eine mittlere Belastung (3,1).

Auf einer Skala von 1 (keine Belastung) bis 7 (starke Belastung) nennen die Pflegenden im Durchschnitt eine mittlere Belastung (3,1).

Wenig Vertrauen in staatliche Hilfe

Das macht deutlich: Pflegende Angehörige bräuchten mehr Rückhalt. Nur knapp die Hälfte der Pflegenden in Deutschland empfindet die bestehenden Unterstützungsangebote als spürbare Hilfe. Auch blicken viele skeptisch in die Zukunft: Nur 38 Prozent erwarten, dass sich die Situation in den kommenden Jahren verbessert.

Was bedeutet das für Sie als pflegende Angehörige?

  • Sie sind nicht allein: Millionen Menschen in Deutschland teilen diese Erfahrung.
  • Nehmen Sie vorhandene Unterstützungsangebote in Anspruch – von Entlastungsleistungen bis hin zu Pflegekursen.
  • Tauschen Sie sich mit anderen aus, z. B. in Angehörigengruppen oder Beratungsstellen.
  • Achten Sie auch auf Ihre eigene Gesundheit: Schon kleine Auszeiten im Alltag können helfen.

OpinionWay-Umfrage im Auftrag von Clariane

Die Pflege durch Angehörige gewinnt angesichts der alternden Bevölkerung immer mehr an Bedeutung. Clariane hat deshalb in sechs europäischen Ländern eine Umfrage unter 13.488 Erwachsenen durchgeführt, um nicht-professionell Pflegende besser zu verstehen. Dabei standen ihre Merkmale, das Ausmaß des Engagements, der Alltag, Herausforderungen, Bedürfnisse und Emotionen im Fokus. Befragt wurden Personen, die mindestens einmal pro Woche Angehörige aufgrund von Alter, Krankheit oder Behinderung unterstützen – insgesamt 3.841 Personen.

Profil der Befragten:

Durchschnittsalter: 47,30 Jahre
Stadt: 55 % / Umland: 23 % / Land: 21 %
71 % erwerbstätig /
29 % nicht erwerbstätig
61 % leben in Partnerschaft
49 % mindestens ein Kind
50 % Frauen / 50 % Männer

Die vollständigen Studienergebnisse können Sie hierlesen.

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Lecanemab: Neues Medikament gegen Alzheimer https://www.korian.de/ratgeber-magazin/lecanemab-neues-medikament-gegen-alzheimer/ Wed, 04 Jun 2025 14:50:13 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=63096

Bei der Alzheimer-Krankheit sterben nach und nach Gehirnzellen ab. Erkrankte Menschen leiden dementsprechend unter Beeinträchtigungen wie Erinnerungslücken, Sprachschwierigkeiten, Orientierungslosigkeit, Wesensveränderungen und schließlich Bettlägerigkeit und Pflegebedürftigkeit.

Für die Alzheimer-Krankheit gibt es keine Heilung. Es existieren aber eine ganze Reihe von Therapien, die darauf abzielen, die geistige Fähigkeiten und die Alltagskompetenz der Betroffenen möglichst lange zu erhalten. Sie behandeln also die Symptome der Krankheit, nicht die ursächlichen Prozesse im Gehirn. Mit dem Wirkstoff Lecanemab gibt es jetzt erstmals eine Therapie, die den eigentlichen Krankheitsprozess verlangsamt. In einer sogenannten Phase-3-Studie mit 1795 Probandinnen und Probanden konnte der Wirkstoff den Krankheitsverlauf um etwa 30 Prozent verzögern. Allerdings kommt die Behandlung nicht für alle Betroffenen infrage. Dennoch ist es ein Hoffnungsschimmer.

Neubildung von Ablagerungen im Gehirn verringern

Lecanemab wurde von Pharmaunternehmen aus Japan und den USA entwickelt und Anfang 2023 in Nordamerika zugelassen. Am 15. April 2025 erteilte auch die Europäische Union die Zulassung. Streng genommen heißt der Wirkstoff Lecanemab, der Handelsname des Medikamentes lautet Leqembi. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft ist Lecanemab der erste zugelassene Wirkstoff, der nachweislich den Krankheitsprozess im Gehirn verlangsamt, in dem er die Neubildung von Ablagerungen im Gehirn verringert.

Wie wirkt Lecanemab?

Im Gehirn von Alzheimerkranken ist zu beobachten, dass sich zwei Proteine bilden: Das Protein Tau stört die Verbindung innerhalb von Nervenzellen, das Protein Beta-Amyloid stört die Interaktion zwischen den Zellen. Ob diese Proteine ursächlich für die Krankheit sind, ist noch nicht bekannt. Fest steht aber, dass sie dazu führen, dass schließlich Nervenzellen absterben.

Der Wirkstoff Lecanemab ist ein sogenannter Antikörper-Wirkstoff, der gezielt eine Vorstufe des Beta-Amyloid-Proteins erkennt und bindet. Dadurch wird das körpereigene Immunsystem aktiviert: Das Immunsystem hilft dabei, das Protein abzubauen beziehungsweise seine Neubildung zu verhindern.

Wie profitieren Erkrankte von Lecanemab?

Indem der Wirkstoff die Bildung des Beta-Amyloid-Proteins im Gehirn von Alzheimerkranken abbremst, verlangsamt er im Idealfall auch das Fortschreiten kognitiver Beeinträchtigungen. Eine Phase-3-Studie unter 1795 Personen hat 2022 ergeben, dass bei Patient:innen, die Lecanemab erhalten haben, die Krankheit um etwa 30 Prozent langsamer voranschritt als bei der entsprechenden Kontrollgruppe.

Was ist Alzheimer?

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Für wen ist Lecanemab geeignet?

Lecanemab kommt nur für einen sehr kleinen Teil der Alzheimerkranken infrage, einige Quellen sprechen sogar nur von einem Prozent. Es eignet sich nur für Erkrankte in einem frühen Stadium mit geringen Einschränkungen in der geistigen Leistungsfähigkeit, bei denen krankhafte Beta-Amyloid-Ablagerungen im Gehirn nachgewiesen sind.

Da das Medikament außerdem das Risiko für Hirnblutungen erhöht, sind zwei Gruppen von der Behandlung ausgeschlossen: Zum einen diejenigen, die Gerinnungshemmer einnehmen, zum anderen solche Menschen, die aufgrund genetischer Voraussetzungen ein erhöhtes Risiko für Hirnblutungen haben (weil sie zwei Kopien des ApoE4-Gens tragen). Deswegen muss auch vor der Behandlung ein Gentest durchgeführt werden.

Einnahmen und Nebenwirkungen von Lecanemab

Das Medikament Leqembi wird als Infusion per Tropf in die Vene verabreicht. Daneben Kopfschmerzen auch Schwellungen und Blutungen im Gehirn als Nebenwirkungen möglich sind, werden vor und eventuell auch während der Behandlung MRT-Untersuchungen durchgeführt, um das Gehirn zu kontrollieren. Dadurch wird die Behandlung sehr aufwändig. Aktuell ist noch unklar, wie die Therapie finanziert werden soll. Aufgrund der Zulassung des Wirkstoffs erstatten die Krankenkassen das Medikament – aber nicht das ganze Drumherum, also z. B. die Diagnosestellung, Durchführung der Therapie oder Kontrolluntersuchungen.

Ebenfalls auf das Beta-Amyloid-Protein wirkt übrigens der Wirkstoff Donanemab. Dieser ist in den USA, Japan, China und Großbritannien zu gelassen, für die EU hat sich jedoch der Expertenrat der Europäischen Arzneimittelkommission (EMA) im März 2025 gegen eine Zulassung ausgesprochen.

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Steigende Kosten in der Pflege https://www.korian.de/ratgeber-magazin/steigende-kosten-in-der-pflege/ Mon, 16 Mar 2026 14:45:53 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=68522

Die finanziellen Belastungen für Pflegebedürftige, die in einer Pflegeeinrichtung leben, nehmen deutschlandweit weiter zu. Lesen Sie hier, wie stark und warum die Kosten steigen. Außerdem: Was ist in den Heimkosten alles enthalten und welche Zuschüsse erhalten Heimbewohner und Heimbewohnerinnen.

Wie stark steigen die Heimkosten?

Seit der letzten Erhebung zum 01.07.2025 sind die Pflegekosten gestiegen. Der Verband der Ersatzkassen e.V. (vdek) 1 hat errechnet, dass Pflegebedürftige in ihrem ersten Jahr im Heim im Schnitt monatlich 3.245 Euro selbst zu den Heimkosten als Eigenanteil dazuzahlen müssen. Das sind im Vergleich zum Vorjahr 261 Euro oder neun Prozent mehr.

Dieser Betrag ist ein Durchschnittswert über alle Bundesländer. Im Einzelnen gibt es zwischen den Ländern deutliche Unterschiede. Am höchsten ist der Eigenanteil in Bremen mit 3.637 Euro, am geringsten in Sachsen-Anhalt mit 2.720 Euro.2

3.245 Euro monatlich beträgt die Eigenbeteiligung durchschnittlich im ersten Jahr für Pflegebedürftige.

Warum steigen die Heimkosten?

Dass die Belastungen von Heimbewohnerinnen und Heimbewohnern so stark anwachsen, hängt mit den steigenden Kosten in unterschiedlichen Teilbereichen zusammen. Um das im Einzelnen nachvollziehen zu können, muss man sich anschauen, aus welchen Posten sich die Heimkosten insgesamt zusammensetzen.

Was ist in den Heimkosten enthalten?

Das Leben in einem Pflegeheim kann trägerunabhängig mit einem Aufenthalt im Hotel mit Vollpension plus einer pflegerischen Betreuung verglichen werden. Aus diesen drei Komponenten ergeben sich auch die Anteile der Eigenbeteiligung, die Pflegebedürftige zu leisten haben.

So setzen sich Pflegeheimkosten in Deutschland zusammen

Geld sparen

Kosten für die Pflege

Den größten Anteil machen die Kosten für Pflege und Betreuung aus, also etwa für Waschen, Anziehen und die Medikamentengabe. Von den genannten 3.245 Euro monatlich im ersten Aufenthaltsjahr entfallen hierauf circa 1.685 Euro. Der Betrag ist für alle Bewohnerinnen und Bewohner eines Pflegeheimes ab dem Pflegegrad 2 gleich. Deshalb spricht man hier auch vom einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE). Von einem Heim zum anderen kann sich der Betrag unterscheiden.

In den Pflegekosten enthalten sind außerdem Kosten für die Ausbildung der Pflegekräfte, an denen auch die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner beteiligt werden.

Kosten für die Unterkunft und Verpflegung

Für die Unterkunft und die Verpflegung im Heim decken die tägliche Versorgung ab und sind von den Bewohnern und Bewohnerinnen selbst zu tragen. Im Schnitt fallen dafür 1.046 Euro monatlich an. Diese Kosten sind in einer Einrichtung für alle Pflegebedürftigen gleich, unabhängig vom Pflegegrad und der Dauer ihres Aufenthalts. Sie beinhalten außerdem Kosten für Mahlzeiten, Getränke, Zimmerreinigung, Wäscheservice, Heizung, Strom, Müllentsorgung, die Nutzung von Gemeinschaftseinrichtungen und anteilig Nicht-Pflegepersonal (Leitung und Verwaltung).

Unsere Zimmerkategorien – Von Standard bis KomfortPlus

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Die Kosten für die Verpflegung sind in der Regel für alle Bewohner und Bewohnerinnen des Hauses gleich. Bei der Zusammenstellung des Speiseplanes gibt es jedoch Wahlmöglichkeiten, etwa für fleischhaltige oder fleischlose Ernährung.

Erfahren Sie mehr über das Verpflegungskonzept in unseren Pflegeheimen

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Außerdem können Pflegebedürftige in den meisten Heimen zahlreiche Wahlleistungen hinzubuchen, deren Kosten sich dazu addieren. Hier reicht das Spektrum von der Kaffeetafel zum Geburtstag bis hin zu einem Fahrdienst.

Welche Wahlleistungen Sie in Korian Einrichtungen zur Verfügung haben

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Investitionskosten

Kosten für einen Umbau oder die Instandhaltung einer Einrichtung fließen in den dritten Kostenbestandteil, die sogenannten Investitionskosten. Wenn ein Pflegeheim in Deutschland zum Beispiel seine Heizungsanlage modernisiert, kann es die Kosten dafür teilweise auf die Bewohnerinnen und Bewohner umlegen. In den Investitionskosten sind außerdem die Mietkosten des Gebäudes (außer bei Eigentumsobjekten) sowie Abschreibungen und Zinskosten enthalten.

Was die Heimkosten steigen lässt

Die Kosten für Pflege, Unterkunft und Verpflegung vereinbaren/verhandeln Pflegeeinrichtungen regelmäßig mit den Pflegekassen. Die Absicht dahinter: Heime sollen finanziell so ausgestattet sein, dass sie ihren Betrieb aufrechterhalten und ihren Versorgungsauftrag erfüllen können. Kostensteigerungen in diesen Bereichen sind deshalb abhängig von der allgemeinen Entwicklung von Preisen und Arbeitslöhnen. Die Entwicklung der Tarifverträge und die gestiegenen Kosten für Verpflegung und Energie wirken sich daher auch auf die Heimkosten aus.

Kostenfaktor: Personalkosten

Der hauptsächliche Grund für die jetzt anfallenden höheren Kosten sind die gestiegenen Löhne für Pflegekräfte. 2025 sind die bundesweiten Stundenlöhne in der Langzeitpflege um 4,9 Prozent auf jetzt 23,70 Euro im Durchschnitt gestiegen. Das hat der Spitzenverband der Krankenkassen GKV3 errechnet. Im Jahr 2022 trat das sogenannte Tariftreuegesetz in Kraft. Seitdem können Einrichtungen und deren Träger nicht mehr frei entscheiden, wie sie ihre Pflegekräfte vergüten, sondern sind an die Tarife gebunden.

Kostenfaktor: Investitionen und Ausbildung

Gestiegene Kosten für Investitionen in Heime treiben ebenfalls die Pflegekosten in die Höhe. Bau- und Personalkosten haben sich bei der Instandhaltung der Heime wegen des Fachkräftemangels erhöht. Die Kosten können je nach finanzieller Lage der Person auch von einem Sozialhilfeträger getragen werden.
Ebenso die Kosten für die Ausbildung neuer Fachkräfte. Dafür fallen weitere 124 Euro an.

Welche Zuschüsse gibt es zu den Heimkosten?

Natürlich gibt es generell Zuschüsse, die Heimbewohnerinnen und Heimbewohner trägerunabhängig von den Pflegekassen erhalten. Das sind zum einen fixe Zuschüsse, die sich nach dem Pflegegrad richten, zum anderen die sogenannten Entlastungszuschüsse, die mit der Dauer des Aufenthaltes im Heim anwachsen. Etwaige Zuschüsse sind in den Statistiken zu den gestiegenen Eigenanteilen allerdings bereits verrechnet.

Erfahren Sie alles zu Pflegekasse und Pflegefinanzierung im Korian Pflegeratgeber

Pflegegeld Piggy bank standing on desk with blurred senior man using laptop to pay bills online in background

Zuschuss je nach Pflegegrad

Für pflegebedürftige Menschen in der vollstationären Pflege, also im Pflegeheim, zahlen die Pflegekassen einen monatlichen Zuschuss je nach Pflegegrad4:

Pflegegrad 1 131 Euro
Pflegegrad 2 805 Euro
Pflegegrad 3 1.319 Euro
Pflegegrad 4 1.855 Euro
Pflegegrad 5 2.096 Euro

Entlastungszuschuss nach Aufenthaltsdauer

Zusätzlich erhalten Heimbewohnerinnen und Heimbewohner einen sogenannten Entlastungszuschuss. Dieser berechnet sich als Anteil an den reinen Pflegekosten, also dem einrichtungseinheitlichen Eigenanteil (EEE), und er steigt mit der Dauer des Aufenthalts im Pflegeheim:

1. Jahr 15% der Pflegekosten
2. Jahr 30% der Pflegekosten
3. Jahr 50% der Pflegekosten
4. Jahr 75% der Pflegekosten

Wie errechnet sich der Eigenanteil an den Heimkosten?

Zieht man diese beiden Zuschüsse von den Gesamtkosten eines Heimplatzes ab, bleibt der Eigenanteil übrig, den Heimbewohner selbst zu zahlen haben – also im Schnitt die genannten 3.245 Euro.

Bei Pflegebedürftigen, die so viel Geld nicht aufbringen können, springt der Sozialhilfeträger ein. Unterhaltspflichtige Angehörige, also zum Beispiel die Kinder, werden nur dann zur Kasse gebeten, wenn sie ein jährliches Bruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro haben; was sie daneben an Vermögen haben, spielt dabei keine Rolle.

Quellen:

    1. VDEK (2026): „Pflegebedürftige in Pflegeheimen müssen erneut mehr aus eigener Tasche bezahlen: Eigenanteil steigt auf durchschnittlich 3.245 Euro im ersten Aufenthaltsjahr“, online abgerufen unter https://www.vdek.com/presse/pressemitteilungen/2026/eigenanteile-pflegeheim-auswertung.html
    2. Tagesschau (2026): „Kosten für Pflege im Heim steigen weiter“, online abgerufen unter https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/pflegekosten-anstieg-102.html
    3. GKV-Spitzenverband (2025): „Löhne in der Pflege steigen bundesweit durchschnittlich um 4,9 Prozent“, online abgerufen unter https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_2142914.jsp
    4. Bundesministerium für Gesundheit (2026): „Fragen und Antworten zur Pflegefinanzierung“, online abgerufen unter https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflegesichern/faq-pflegefinanzierung

Zusätzliche Quellen:

https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/pflegeheim-kosten-steigen-teurer-100.html

https://www.vdek.com/presse/pressemitteilungen/2026/eigenanteile-pflegeheim-auswertung.html

https://www.gkv-spitzenverband.de/gkv_spitzenverband/presse/pressemitteilungen_und_statements/pressemitteilung_2142914.jsp

https://www.aerzteblatt.de/news/pflegelohne-steigen-heimkosten-auch-50e22760-5df1-4a17-bc60-0f9b959d1e4f

https://www.bundesgesundheitsministerium.de/pflegesichern/faq-pflegefinanzierung.html

https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/pflegekosten-anstieg-102.html

https://www.bibliomed-pflege.de/news/pflegekosten-lohnanstieg-2025

FAQs zu den steigenden Pflegekosten

Ja, das stimmt. Die Kosten für die Heimunterbringung in Deutschland sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und dieser Trend setzt sich auch 2026 fort. Bewohner von Pflegeheimen müssen trotz Zuschüssen der Pflegekassen immer höhere Eigenbeteiligungen zahlen.

Grundsätzlich liegen die steigenden Kosten deutschlandweit an den allgemein steigenden Arbeitslöhnen und Preisen. In diesem Fall waren vor allem die steigenden Löhne der Pflegekräfte dafür verantwortlich.

Nein, eine Pflegeeinrichtung darf die Kosten nicht beliebig erhöhen. Die Kosten, die ein Heim für Pflege, Unterbringung und Verpflegung seiner Bewohnenden verlangt, legt das Heim in Abstimmung mit der Pflegekasse fest.

Für eine Erhöhung der Pflegeheimkosten ist keine zahlenmäßige Obergrenze festgelegt. Allerdings dürfen Heime nur die tatsächlich anfallenden Kosten auf die Bewohnenden umlegen. Die Vorgabe ist: Ein Heim soll finanziell so ausgestattet sein, dass es seinem Versorgungsauftrag nachkommen kann.

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Keine Pflegegeld-Erhöhung 2026 https://www.korian.de/ratgeber-magazin/keine-pflegegeld-erhoehung-2026/ Wed, 25 Feb 2026 14:33:08 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=68139

Es ist die am häufigsten in Anspruch genommene Pflegeleistung: das Pflegegeld. Nachdem es in den letzten zwei Jahren angehoben wurde, bleibt das Pflegegeld 2026 konstant. Warum ist das so?

Was ist das Pflegegeld?

Die meisten pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt. Bei vier von fünf Pflegebedürftigen ist das der Fall. Um sie finanziell zu unterstützen, gibt es das Pflegegeld.

Pflegegeld: Anspruch, Höhe und Antrag einfach erklärt

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Menschen mit einem Pflegegrad von 2 und mehr haben Anspruch auf Pflegegeld, wenn sie zu Hause unentgeltlich, etwa von einem oder einer Angehörigen, gepflegt werden. Die Höhe des monatlichen Betrages richtet sich nach dem Pflegegrad:

Pflegegrad 2 347 Euro
Pflegegrad 3 599 Euro
Pflegegrad 4 800 Euro
Pflegegrad 5 990 Euro

Pflegegeld beantragen: So erhalten Sie die Leistung der Pflegeversicherung

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Wie kann man das Pflegegeld verwenden?

Pflegebedürftige Menschen können das Pflegegeld nach ihren eigenen Vorstellungen verwenden, ohne darüber Nachweise führen zu müssen. Häufig wird es als Anerkennung an die pflegenden Personen weitergegeben.

Pflegegeld steigt 2026 nicht

In den vergangenen Jahren wurde das Pflegegeld kontinuierlich angehoben. Lag es beispielsweise für einen Menschen mit Pflegegrad 2 im Jahr 2023 bei 316 Euro, stieg es 2024 auf 332 Euro und 2025 auf 347 Euro. Auf diesem Niveau wird es auch 2026 bleiben.

Warum das Pflegegeld 2026 nicht erhöht wird

Unterschiedliche Gründe dürften geführt haben, dass das Pflegegeld 2026 nicht angehoben wurde. Zum einen könnten es organisatorische sein: Noch in diesem Jahr wird eine große Pflegereform erwartet, die auf dem Konzept des sogenannten Zukunftspakts Pflege beruht.

Was ändert sich in der Pflege 2026?

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In deren Rahmen soll auch die Finanzierung der Pflege neu aufgestellt werden. Und bevor diese große Reform verabschiedet ist, wollte der Gesetzgeber wohl nicht erneut die Leistungen der Pflegekasse anheben. Zumal zahlreiche Leistungsbeträge zum Anfang des Jahres 2025 um 4,5 Prozent erhöht worden waren.

Hauptsächlich finanzielle Gründe

Der entscheidende Grund ist sicher die finanzielle Belastung der Pflegekassen. Der Bundesrechnungshof schätzt, dass die Finanzierungslücke in der Pflegeversicherung bis zum Jahr 2029 bei zwölf Milliarden Euro 1 liegen könnte.

Das liegt hauptsächlich an der steigenden Zahl der Pflegebedürftigen. Aufgrund der zunehmenden Alterung der Gesellschaft gibt es mehr und mehr pflegebedürftige Menschen 2:

2016 2,75 Millionen
2024 5,6 Millionen
2055 (geschätzt) 6,8 Millionen

Und je höher die Zahl der Pflegebedürftigen, desto höher die Zahl derer, die Leistungen beziehen und damit auch die finanzielle Belastung der Pflegekassen.

Längere Weiterzahlung

Eine kleine Erleichterung beim Pflegegeld gibt es 2026: Wenn Bezieher vorübergehend ins Krankenhaus oder in eine Reha-Einrichtung müssen, wird das Pflegegeld ab sofort für acht Wochen weitergezahlt. Bisher waren das nur vier Wochen.

Nächste Anpassung des Pflegegeldes

Es ist davon auszugehen, dass auch 2027 das Pflegegeld unverändert bleiben wird. Die nächste reguläre Anpassung der Pflegeleistungen ist gesetzlich erst wieder für den 1. Januar 2028 vorgesehen.

FAQs zur ausbleibenden Pflegegeld-Erhöhung

Nein, nach Anpassungen in den beiden vorhergehenden Jahren wird das Pflegegeld 2026 nicht angehoben werden.

Das hat hauptsächlich finanzielle Gründe. Durch die wachsende Alterung der Gesellschaft steigen die Ausgaben der Pflegeversicherungen und es droht ihnen ein Milliardenloch.

Nach der derzeitigen Gesetzeslage ist eine Anpassung des Pflegegeldes erst wieder für 2028 vorgesehen.

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Korian steigert Zufriedenheit deutlich – ambulante Pflege mit Top-Werten https://www.korian.de/ratgeber-magazin/korian-steigert-zufriedenheit-deutlich-ambulante-pflege-mit-top-werten/ Thu, 12 Feb 2026 14:48:01 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=68022

Korian Deutschland verzeichnet in der aktuellen IPSOS Kundenzufriedenheitsumfrage erneut sehr hohe Werte bei Zufriedenheit und Weiterempfehlungsbereitschaft in seinen Pflegeangeboten. Bewohner:innen, Patient:innen und Angehörige bewerten sowohl die stationäre Pflege als auch das Betreute Wohnen und die ambulante Pflege überwiegend mit guten bis exzellenten Noten.​​

Sehr hohe Weiterempfehlung: Net Promoter Score (NPS) deutlich über Benchmark

Der Net Promoter Score (NPS), der die Weiterempfehlungsbereitschaft von Bewohner:innen, Angehörigen und Kund:innen misst, liegt bei Korian Deutschland gesamt bei +42 Punkten und damit deutlich über dem IPSOS-Benchmark von +31. Die Gesamtzufriedenheit über alle Aktivitäten erreicht 8,2 von 10 Punkten und liegt somit über dem angestrebten Zielwert von 8,0. Damit bestätigt die aktuelle Befragung: Korian wird von seinen Kund:innen nicht nur als zuverlässig, sondern als Anbieter wahrgenommen, den sie aktiv weiterempfehlen.

Ambulanten Pflege mit Top-Ergebnissen

Besonders stark schneidet die ambulante Pflege von Korian ab. Der NPS liegt hier bei +81, die Zufriedenheit mit der Betreuung bei 9,3 von 10 Punkten. 84 Prozent der Befragten zählen zu den Befürworter:innen (Bewertung 9–10), kritische Bewertungen sind selten. Sehr hohe Werte erreichen vor allem die Freundlichkeit des Personals, die Kommunikationsfähigkeit, die Pünktlichkeit und die Anpassung der Leistungen an die Bedürfnisse der Kund:innen.

Stationäre Pflege und Betreutes Wohnen auf hohem Niveau

Auch in den stationären Pflegeeinrichtungen von Korian bleibt die Zufriedenheit auf einem hohen Niveau: Der NPS liegt hier bei +38, die Zufriedenheit mit der Betreuung bei 8,2 von 10 Punkten. Bewohner:innen heben vor allem die medizinische Versorgung, das Sicherheitsgefühl und die persönliche Zuwendung der Teams hervor.
Im Betreuten Wohnen konnte Korian den NPS auf +48 steigern, die Zufriedenheit mit der Betreuung liegt bei 8,3 Punkten. Positiv entwickelt haben sich insbesondere Verpflegung, Aktivitäten zur Unterhaltung und ergänzende Dienstleistungen.

„Diese Ergebnisse sind für uns ein wichtiges Signal“, sagt Theo Birkemeyer, COO der Korian Deutschland GmbH. „Sie zeigen, dass unser täglicher Einsatz für Qualität in der Pflege, für respektvolle Beziehungen und für ein verlässliches Miteinander bei den Menschen ankommt, die uns ihr Vertrauen schenken. Gleichzeitig sind sie ein Ansporn, unsere Einrichtungen weiter konsequent entlang der Bedürfnisse unserer Bewohner:innen, Angehörigen und Kund:innen weiter zu entwickeln.“

Konkrete Verbesserungen bei Verpflegung, Außenbereichen und Aktivitäten

Die Ergebnisse zeigen, dass wir bereits auf einem sehr guten Weg sind – und gleichzeitig geben sie uns wertvolle Impulse, um noch besser zu werden. In der stationären Pflege möchten wir das Verpflegungsangebot weiter verfeinern: Qualität, Geschmack und eine noch individuellere Menügestaltung stehen dabei im Mittelpunkt. Im Betreuten Wohnen investieren wir zusätzlich in noch attraktivere Außenbereiche sowie in ein abwechslungsreiches Animations- und Aktivitätsangebot.
Durch regelmäßigen Austausch mit Küchen- und Hauswirtschaftsteams, strukturiertes Feedback und eine enge Einbindung von Bewohner:innen und Angehörigen stellen wir sicher, dass Rückmeldungen schnell in konkrete Verbesserungen umgesetzt werden.

Steigende Zufriedenheit und hohe Weiterempfehlung. In der aktuellen CSatisfaction-Befragung bestätigen uns Bewohner:innen, Patient:innen und Angehörige ein sehr hohes Zufriedenheitsniveau.

Engagement der Teams als Basis für hohe Zufriedenheit

Die sehr guten Ergebnisse sind vor allem dem Einsatz unserer Mitarbeiter:innen vor Ort zu verdanken. Praxisbeispiele aus Häusern mit besonders starken NPS-Steigerungen zeigen, wie regelmäßige Präsenz der Einrichtungsleitungen, offene Türen für Angehörige, direkte Gespräche und schnelle Lösungen im Alltag Vertrauen schaffen und die Zufriedenheit nachhaltig erhöhen.
Das Ziel ist klar: Wir wollen in allen Bereichen – von der stationären Pflege über das Betreute Wohnen bis zur ambulanten Pflege – eine hochwertige, sichere und zugewandte Pflege bieten, die Menschen und ihre Familien überzeugt und ihnen im Alltag spürbar Lebensqualität zurückgibt.

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Was ändert sich in der Pflege 2026? https://www.korian.de/ratgeber-magazin/was-aendert-sich-in-der-pflege-2026/ Wed, 07 Jan 2026 11:05:59 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=67741

2026 steht die Pflege in Deutschland vor bedeutenden Veränderungen. Es wird eine große Pflegereform erwartet, die auf dem Konzept des sogenannten Zukunftspakts Pflege beruht. Bereits zum Anfang des Jahres tritt das sogenannte „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ (BEEP) in Kraft. Mit Pflegereform und BEEP ändern sich viele Rahmenbedingungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Pflegekräfte. Doch was genau bringt die Pflege 2026? Hier finden Sie die wichtigsten Neuerungen und Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Zukunftspakt Pflege: Die große Pflegereform 2026

Die Pflegereform 2026 basiert auf einer Reihe von Empfehlungen, die eine gemeinsame Kommission von Bund und Ländern unter dem Titel „Zukunftspakt Pflege“ erarbeitet hat. Diese soll eine Neuausrichtung der Pflege in Deutschland bewirken und im Laufe des Jahres in Gesetzesform gegossen werden. Ziel ist, die Finanzierung der Pflege neu aufzustellen, die Möglichkeiten der ambulanten und häuslichen Pflege zu stärken und den Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung zu vereinfachen.

Die Pflegekasse: Finanzierung von Pflege

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Zum Ende des Jahres 2025 hat die Kommission ihre Empfehlungen abgegeben. Anschließend sollen sie in die Gesetzgebung einfließen. Damit wird die Pflegereform 2026 nicht zum 1. Januar 2026 in Kraft treten, sondern erst im Laufe des Jahres.

Was bringt das BEEP-Gesetz für die Pflege 2026?

Anfang 2026 wird das „Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege“ (BEEP) umgesetzt, das anfangs auch unter dem Begriff „Pflegekompetenzgesetz“ geführt wurde. Es soll die Befugnisse von Pflegekräften erweitern – z. B. bei der Versorgung von Wunden oder Diabetes – und sie von bürokratischen Aufgaben entlasten. Die Pflegedokumentation soll auf das notwendige Maß reduziert und die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden. Pflegekräfte können sich somit stärker auf die eigentliche Pflege konzentrieren und profitieren von einem effizienteren Arbeitsalltag.
Nach einem komplexen Gesetzgebungsverfahren stimmte der Bundesrat in seiner letzten Sitzung 2025 dem BEEP zu, das anschließend noch das formale Abschlussverfahren durchlaufen muss.

Was ändert sich für Pflegekräfte 2026?

Zwei Bestimmungen des BEEP, so wie es der Bundestag verabschiedet hat, betreffen die Pflegekräfte. Um ihre Kompetenzen besser auszunutzen, sollen sie zum einen weitere Befugnisse erhalten, die bisher Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren. Das betrifft etwa die Versorgung von Wunden, die Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Diabetes Mellitus oder die Behandlung von Menschen, die sich wundgelegen haben (der sogenannte Dekubitus). Erstdiagnosen dürfen Pflegekräfte allerdings auch weiterhin nicht stellen.

Zum anderen soll für Pflegekräfte der Umfang der Pflegedokumentation auf das – so der Gesetzgeber – „notwendige Maß“ begrenzt werden. Dadurch sollen Zeiten für die eigentliche Pflege frei werden. Außerdem ist geplant, dass eine weitere Digitalisierung den Zeitaufwand der Dokumentation verringert.

Was ändert sich für Pflegebedürftige 2026?

Einige Bestimmungen des BEEP zielen direkt auf die pflegebedürftigen Menschen ab. Für 2026 ergeben sich demnach folgende Änderungen in der Pflege:

Prävention in der häuslichen Pflege

Um die gesundheitliche Vorsorge für Pflegebedürftige zu stärken, sollen ambulante Pflegefachkräfte und Pflegeberater:innen über Möglichkeiten der Prävention informieren und passende Angebote empfehlen. Denkbar sind dabei etwa Themen wie Sturzprophylaxe oder der Umgang mit Stress.

Weniger verpflichtende Beratungstermine

Nach Paragraf 37.3 des Elften Sozialgesetzbuches (SBG XI) müssen Pflegebedürftige, die Pflegegeld erhalten und nicht die Hilfe eines Pflegedienstes in Anspruch nehmen, sich in regelmäßigen Abständen von Pflegeexpert:innen zur Pflege beraten lassen. Die vorgeschriebene Frequenz dieser sogenannten Beratungseinsätze wird nun für alle Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 auf halbjährlich vereinheitlicht (bei Pflegegrad 4 und Pflegegrad 5 war es bisher vierteljährlich).

Verbesserungen bei digitalen Pflegeanwendungen (DiPA)

Der Einsatz digitaler Pflegeanwendungen wird erweitert. Dafür werden die Hürden in der Zulassung von Anwendungen als DiPA abgesenkt. Gleichzeitig ändert sich auch das Finanzierungsmodell. Statt der bisherigen Monatspauschale von 52 Euro, erhalten Betroffene 40 Euro für die Nutzung von DiPA und zusätzlich 30 Euro für die Einrichtung, Anleitung oder Begleitung bei der Nutzung der jeweiligen Anwendungen. Diese Leistungen können zum Beispiel ambulante Pflegedienste anbieten.

Begrenzte Rückwirkung bei Verhinderungspflege

Die Verhinderungspflege ist eine vorübergehende Entlastung von regelmäßigen Betreuungspersonen für den Fall, dass diese etwa durch Krankheit oder Urlaub verhindert sind. Bisher konnte die Verhinderungspflege noch für bis zu vier Jahre rückwirkend beantragt werden. Ab 2026 ist das nur noch für das laufende und das vorhergehende Kalenderjahr möglich.

Flexible Leistung: Gesamtbudget für Urlaubs- & Kurzzeitpflege

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Was bleibt 2026 gleich?

Die Leistungsbeiträge der Pflegeversicherung bleiben nach aktuellem Stand 2026 unverändert. Zuletzt wurden Anfang 2025 aufgrund des Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetzes (PUEG) zahlreiche Leistungen um jeweils 4,5 Prozent erhöht. Diese Beiträge werden 2026 voraussichtlich in gleicher Höhe bestehen bleiben.

FAQs zur Pflege 2026

Die wichtigsten Änderungen kommen durch das sogenannte BEEP-Gesetz, das Anfang des Jahres in Kraft tritt, und die Pflegereform 2026, mit der im Lauf des Jahres zu rechnen sein wird. Pflegekräfte erhalten mehr Kompetenzen, die Dokumentation wird vereinfacht und Prävention gestärkt. Die Finanzierung der Pflege soll gesichert werden.

Die hauptsächlichen Änderungen durch das BEEP betreffen die Pflegekräfte. Diese sollen zum einen mehr Kompetenzen erhalten und damit einige Befugnisse, die bisher Ärzten und Ärztinnen vorbehalten war. Zum anderen sollen sie von nicht-pflegerischen Pflichten etwa bei der Dokumentation teilweise entlastet werden.

Die Empfehlungen des Zukunftspakts Pflege für die Pflegereform 2026 setzen ihre Schwerpunkte zum einen bei der Finanzierung der Pflege, zum anderen bei der Priorisierung von Präventionsmaßnahmen. Welche Aspekte es schließlich durch das Gesetzgebungsverfahren in die finale Fassung der Reform schaffen werden, ist aber noch nicht abzusehen.

Ja, alle Pflegegrade bleiben auch 2026 erhalten. Die Empfehlungen der Bund-Länder-Kommission sehen das jedenfalls vor. Stand jetzt wird Pflegegrad 1 nicht abgeschafft – wie im Herbst 2025 öffentlich diskutiert wurde. Es kann aber sein, dass die Vergabe- und Überprüfungsmodalitäten angepasst werden.

Nein. Zum Anfang des Jahres 2025 wurden zahlreiche Leistungsbeträge der Pflegeversicherung angehoben – und werden voraussichtlich 2026 auch in dieser Höhe bleiben.

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Pflegekompetenzgesetz: Das steckt dahinter https://www.korian.de/ratgeber-magazin/pflegekompetenzgesetz-das-steckt-dahinter/ Mon, 27 Oct 2025 15:46:12 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=65617

Das neue Pflegekompetenzgesetz soll die Rolle von Pflegefachkräften in Deutschland stärken. Angesichts des wachsenden Pflegebedarfs und des Fachkräftemangels sollen Pflegende künftig mehr Verantwortung übernehmen und eigenständiger arbeiten können. Das Vorhaben im Check.

Die Herausforderung ist groß: Ende 2023 gab es in Deutschland rund 5,6 Millionen pflegebedürftige Menschen. Aufgrund des demografischen Wandels wird diese Zahl in den nächsten Jahrzehnten noch deutlich ansteigen. Daher werden hierzulande, so die Prognosen, bis 2049 voraussichtlich mindestens 280.000 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Umso dringender ist daher der Reformbedarf in der Pflege. Das neue Pflegekompetenzgesetz soll dazu beitragen, die Versorgung langfristig zu sichern.

Was beinhaltet das Gesetz?

Wie der Name schon sagt: Mit dem Gesetz sollen die Kompetenzen der Pflegerinnen und Pfleger gestärkt werden. Künftig sollen Pflegekräfte erweiterte heilkundliche Befugnisse erhalten und beispielsweise eigenverantwortlich Wundversorgungen durchführen, Hilfsmittel verordnen und häusliche Krankenpflege organisieren dürfen – Aufgaben, die bislang Ärztinnen und Ärzten vorbehalten waren.
Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Entbürokratisierung: Dokumentationspflichten und Verwaltungsaufwand sollen reduziert werden, damit Pflegekräfte mehr Zeit für die eigentliche Versorgung haben. Darüber hinaus erhalten regionale Kommunen eine stärkere Rolle, etwa bei der Koordination von Versorgungsangeboten und der Unterstützung pflegender Angehöriger.

Was sind die Ziele des Gesetzes?

Das Pflegekompetenzgesetz, das noch von der Ampel-Koalition im Dezember 2024 verabschiedet wurde, verfolgt mehrere übergeordnete Ziele:

  • Die Versorgungsqualität für Patientinnen und Patienten erhöhen
  • Pflegeberufe attraktiver machen
  • Zur Effizienzsteigerung des Gesundheitssystems beitragen
  • Eigenverantwortung der Pflegenden stärken
  • Innovationen fördern
  • Pflege flexibler machen

Welche Auswirkungen hat das Gesetz auf pflegende Angehörige?

Für pflegende Angehörige könnte das Gesetz positive Veränderungen bringen. Durch die erweiterten Kompetenzen der Pflegefachkräfte können sie bei der Versorgung entlastet werden, etwa bei der Organisation von Hilfsmitteln oder der medizinischen Betreuung zu Hause. Die stärkere Einbindung der Kommunen bietet zusätzliche Unterstützungsangebote und Beratung vor Ort. Darüber hinaus sollen pflegende Angehörige durch digitale Pflegeanwendungen unterstützt und entlastet werden.

Was wird am Pflegekompetenzgesetz kritisiert?

Das Pflegekompetenzgesetz ist nicht unumstritten. Unter der Ärzteschaft gibt es Befürchtungen, dass die Qualität der Versorgung leiden könnte, wenn Aufgaben ohne ärztliche Kontrolle übernommen werden. Sozialverbände wiederum wünschen sich noch mehr Autonomie für die die Pflegefachkräfte. Kontrovers diskutiert wird auch die Frage der Haftung und der Sicherheit für Patienten und Patientinnen. Andere Akteure warnen davor, dass das Gesetz zu einer zusätzlichen Belastung der Pflegekräfte durch weitere Aufgaben führen könnte.

Zudem gibt es Zweifel, ob die Entbürokratisierung tatsächlich gelingt und die neuen Aufgaben nicht zu weiterem Verwaltungsaufwand führen. Die stärkere Rolle der Kommunen wird unterschiedlich bewertet: Während einige Regionen von zusätzlichen Angeboten profitieren könnten, drohen andernorts Versorgungslücken.

Position zum Pflegekompetenzgesetz

Unter Positionspapier zum Pflegekompetenzgesetz lesen Sie die Position von Korian Deutschland zum Pflegekompetenzgesetz.

Unter Unsere Positionen finden Sie weitere Positionen von Korian zu verschiedenen Themen in der Pflege.

Pflegekompetenzgesetz – zusammengefasst

Das Pflegekompetenzgesetz soll die Pflege in Deutschland zukunftsfähig machen und die Attraktivität des Berufsfeldes erhöhen. Inwiefern das gelingt, hängt nicht zuletzt von der praktischen Umsetzung und der Unterstützung aller Beteiligten ab. Ziehen alle an einem Strang, kann das Vorhaben ein wichtiger Baustein sein, um dem Pflegenotstand zu begegnen.

FAQs zum Pflegekompetenzgesetz

Das Pflegekompetenzgesetz stärkt die Rolle von Pflegefachkräften in Deutschland und gibt ihnen mehr Eigenverantwortung. Ziel ist, die Pflege zukunftsfähig zu machen und den Fachkräftemangel abzumildern. Es erweitert die Befugnisse der Pflegekräfte im pflegerischen Alltag.

Pflegefachkräfte dürfen unter anderem Wundversorgungen durchführen, Hilfsmittel verordnen und häusliche Krankenpflege organisieren. Diese Aufgaben waren bislang Ärztinnen und Ärzten vorbehalten. Dadurch können Pflegekräfte entlastet und die Versorgung effizienter gestaltet werden.

Das Gesetz will die Versorgungsqualität erhöhen, Pflegeberufe attraktiver machen und die Eigenverantwortung der Pflegenden stärken. Außerdem sollen Innovationen gefördert und die Pflege flexibler gestaltet werden. Es trägt auch zur Effizienzsteigerung im Gesundheitssystem bei.

Pflegende Angehörige werden entlastet, da Pflegefachkräfte mehr Aufgaben übernehmen können. Kommunen sollen stärker unterstützen, digitale Pflegeanwendungen erleichtern die Organisation, und vor Ort gibt es mehr Beratungsangebote. Dadurch wird die häusliche Versorgung besser organisiert.

Kritiker befürchten, dass die Qualität der Versorgung leiden könnte, wenn Aufgaben ohne ärztliche Kontrolle übernommen werden. Auch Haftungsfragen und die Belastung der Pflegekräfte sind umstritten. Zudem wird diskutiert, ob Entbürokratisierung und neue Aufgaben tatsächlich wie geplant umgesetzt werden können.

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