Dezember 2017

Förderung von Kreativität bei Demenz
Wie ein an Demenz erkrankter seine Lebensfreude zurückgewinnt

Landshut, 20. Dezember – Durch gezielte Förderung der Kreativität Demenz bekämpfen: Wie ein an Demenz erkrankter Bewohner die Lebensfreude zurückgewinnt erzählt die Geschichte von Helmut Wiesner (59), der seit 2 Jahren im Zentrum für Betreuung und Pflege Curanum Landshut lebt und seit einem Schlaganfall vor zehn Jahren an Depressionen und Demenz leidet.

In die Pflegeeinrichtung kam Helmut Wiesner Mitte 2015. Anfangs war er still und zurückhaltend – jedoch nach intensiver Betreuung und der Aufnahme in eine Beschäftigungsgruppe entdeckte die Betreuungsassistentin, Beate Klewer schließlich sein malerisches Talent.

„Mit seiner Malerei ist der Herr Wiesner bei uns angekommen“, sagt die Einrichtungsleiterin Gabriele Schmidt über ihren talentierten Bewohner. Man habe ihm die Materialien zur Verfügung gestellt, er sei geradezu aufgeblüht und jetzt gehe es ihm viel besser. Er habe sich um 180 Grad gedreht. Der 59-Jährige verwendet Acrylfarben auf Leinwand und malt am liebsten Tiere, vor allem Vögel. Porträts, Landschaften, Blumen und Sonnenuntergänge sind auch dabei. Seine Motive sind bunt und farbenfroh und erzählen von einer schönen Welt.

Mittlerweile erledige er auch Aufträge von anderen Bewohnern und habe sogar drei Balkonwände bemalt, erzählt Carolina Hanglberger vom Sozialdienst. Die Balkone haben immerhin eine Fläche von zwei mal zwei Meter. Helmut Wiesner hat vorher einen Entwurf gezeichnet und diesen dann auf die Außenwand übertragen. „Das hat Spaß gemacht“, sagt er zufrieden. Inzwischen füllen Wiesners Bilder die Gänge der Seniorenresidenz und sein Zimmer hat sich in ein Künstleratelier verwandelt.

„Wenn ich etwas Schönes sehe, dann male ich gleich. Ich arbeite frei, aber ich zeichne auch vor und male es aus. Dafür braucht man ein gutes Auge“, sagt der 59-jährige. Sein Talent kommt nicht von ungefähr: Früher, in der Mittelschule Schönbrunn in Landshut, hatte er eine Eins im Kunstunterricht. Bei einem Wettbewerb hatte er sogar einen Preis gewonnen und seine Kunstwerke wurden in der Aula ausgestellt. Nach der Schulzeit machte er eine Ausbildung zum Dekorateur und fand eine Anstellung bei Karstadt in Landshut. Durch diesen Beruf habe er sein Auge und ein gutes Farbgefühl entwickelt, erklärt Herr Wiesner.

Auch in den sozialen Netzwerken ist der Künstler mittlerweile eine kleine Berühmtheit. „Schön zu sehen, dass es in anderen Einrichtungen möglich ist. Freut mich sehr für Bewohner und Personal“, schreibt jemand auf Facebook. Und eine Pflegedienstleiterin ergänzt: „Wow, toll! So ein Bild würde in unsere Einrichtung auch gut passen.“ In Zukunft will Herr Wiesner übrigens auch mit Ölfarben malen, sagt er. Seine Erfolgsstory geht weiter.

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"Es war einmal" - Märchenerzählen als Demenztherapie

Korian startet Märchen-Pilotprojekt für Demenzkranke in Pflegeeinrichtungen in Fürth, Erlangen und Lichtenau

München, 1. Dezember – Ob „Froschkönig“ oder „Aschenputtel“, „Frau Holle“ oder „Der gestiefelte Kater“ – lebendig erzählte Märchen können an Demenz erkrankte Zuhörer emotional erreichen und ihre Erinnerung wachrufen. Ab Dezember startet in drei Einrichtungen des Korian-Netzwerkes in Franken ein Pilotprojekt für Demenzkranke in Kooperation mit der Schwenninger Krankenkasse und dem Berliner Märchenland – Deutsches Zentrum für Märchenkultur.

Das Projekt basiert auf Forschungsergebnissen von Märchenland, wonach sich das professionelle und regelmäßige Märchenerzählen positiv auf das Wohlbefinden und das Erinnerungsvermögen demenzkranker Menschen auswirkt. „Die Personen fühlen sich durch die lebendig erzählten Märchen in ihre Kindheit zurückversetzt. Dadurch werden sie ruhiger und ausgeglichener“, erklärt Monika Panse, Geschäftsführerin von Märchenland. „Die Forschung hat auch gezeigt, dass nicht nur Demenzkranke von dem Märchenerzählen profitieren, sondern auch ihre Betreuer in den Einrichtungen. Sie sind mit Freude dabei und verspüren eine deutliche Entlastung, denn das ausgeglichenere Verhalten der Patienten erleichtert auch ihren Pflegealltag.“

Professionell ausgebildete Demenz-Erzähler von Märchenland kommen von Dezember bis März in die Einrichtungen Haus Fronmüller in Fürth, Seniorenresidenz am Erlenfeld in Erlangen und Haus Phönix am Roggenberg in Lichtenau, um Bewohnern mit beginnender und mittelschwerer Demenz ausgewählte Märchen vorzutragen. Dabei wird die aktive Teilnahme des Publikums über eine einfühlsame Zuwendung und emotionale Erzählweise gefördert. Einige Mitarbeiter der Einrichtungen werden anschließend als Demenz-Erzähler geschult, um diese therapeutische Arbeit weiterzuführen. Dafür werden sie auch mit ergänzenden Erzählutensilien ausgestattet, die sie bei ihrer Arbeit mit den Bewohnern unterstützen sollen: Märchenbuch, Märchenmantel sowie Märchenfilm, Puzzle und Ausmalbildern. „Die Einrichtungen freuen sich bereits darauf, ab Dezember, also passend zur Adventszeit, mit dem Märchenerzählen beginnen zu können“, so Martin Strobl, Regionalleiter Bayern.

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(v.l.n.r. Ilse Wenzlaff, Liselotte Rummel und Marlies Ludwig)

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Wenn ein ganzes Pflegeheim umzieht

Bewohner der Curanum Seniorenresidenz Rosenstraße ziehen in Modelleinrichtung „Am Kavierlein“ in Fürth

Fürth, 7. Dezember. Nach 18 Monaten Bauzeit der Senioren-Einrichtung an der Poppenreuther Straße, heißt es nun für die Bewohner und vor allem die Mitarbeiter der Curanum Seniorenresidenz Rosenstraße in Fürth Koffer packen. Der gesamte Heimbetrieb zieht ab 11. Dezember in das „Zentrum für Betreuung und Pflege Am Kavierlein“. Rund eine Woche wird es dauern, bis die 130 Bewohner des stationären Pflegebereichs, die 36 Mieter aus dem Betreuten Wohnen, Großküche, Heimverwaltung, Lager und Mitarbeiterbereich im neuen Gebäude angekommen sind.

Der Neubau war notwendig geworden, weil die beliebte Einrichtung an der Rosenstraße den heutigen Anforderungen an eine zeitgemäße Senioreneinrichtung, unter anderem den Anforderungen des Landesheimgesetzes (AVPfleWoqG), nicht mehr entsprochen hat. Die Eröffnungsfeier, zu der Staatsministerin Melanie Huml sowie der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung ihr Kommen zugesagt haben, wird am 24. Januar stattfinden.

Während Einrichtungsleiterin Sindy Mitzenheim mit dem gesamten Team den Umzug akribisch und liebevoll vorbereitet hat, werden die Bewohner in ihrer neuen Heimat schon erwartet. „Jeder Lieblingssessel, jedes Erbstück, jede schöne Erinnerung aus den Zimmern unserer Bewohner wird rechtzeitig an Ort und Stelle sein, damit sie sich geborgen und zuhause fühlen können“, so die Einrichtungsleitung.

Aber auch die Arbeitsmittel für die Pflege, besonders Medikamente und der Bedarf für die Versorgung der Bewohner darf natürlich nicht fehlen. Selbst die Weihnachtsdeko hängt schon überall. „Wir wollten, dass es für unsere Senioren direkt heimelig wirkt“, so die Einrichtungsleiterin. In den nächsten Tagen werden die letzten Bilder aufgehängt und die letzten Stühle und Schränke gerückt. Sie ist unglaublich stolz auf ihre Mitarbeiter, dankbar, dass auch die Familien der Angehörigen diese Umstände mit viel Verständnis und Unterstützung mittragen.

Das „Zentrum für Betreuung und Pflege“ in Fürth ist für die Korian-Gruppe eine Einrichtung mit Modellcharakter. „Die Integration von Betreutem Wohnen, stationärer Pflege, Tagespflege, einer öffentlich zugänglichen Cafeteria und ambulanten Angeboten an einem Standort wollen wir künftig an möglichst vielen unserer 230 Standorten in Deutschland realisieren“, so Arno Schwalie, CEO des größten deutschen Pflegeanbieters. „Wir wissen, dass die Bedürfnisse älterer Menschen immer differenzierter werden. Dieser Entwicklung wollen wir mit solch vernetzten Angeboten gerecht werden.“

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Adventsstimmung in Korian Einrichtungen

In Kooperation mit der GLS Germany laden wir unsere Bewohner dazu ein mit 15 Auszubildende der GLS Germany Weihnachtsbäume zu schmücken. Die Bäume mit Ständer spendete die Firma TimTanne® an sechs Häuser der Korian Gruppe.

„Wir haben die Initiative der GLS sehr begrüßt und gerne aufgegriffen. Der Austausch und das Zusammensein mit der jüngeren Generation sind für unsere Einrichtungen sehr bereichernd“, so Roberto Marconi, Geschäftsführer und Leiter des Geschäftsbereichs Nord. „Und schöne Tannenbäume
kann es in der Adventszeit bei uns nie genug geben!“  

Die dazugehörige Pressemitteilung von GLS Germany können Sie hier herunterladen.

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IPSOS-Umfrage: 100 Prozent Zufriedenheit der Mitarbeiter
CEO der Korian Gruppe zeichnet Pflegeeinrichtung Ennepetal aus

Ennepetal, 12. Dezember
– 100 Prozent Zustimmung bei den wichtigsten Fragen zu Identifikation mit der Aufgabe, Arbeitsklima und Zusammenarbeit: Damit hat die bisher als Curanum bekannte Pflegeeinrichtung in Ennepetal („Zentrum für Betreuung und Pflege“) zum zweiten Mal hintereinander die mit Abstand beste Mitarbeiter-zufriedenheit bei einer bundesweiten Mitarbeiterbefragung der KORIAN-Gruppe erreicht.

Mitarbeiter in über 230 Einrichtungen und Ambulanten Diensten wurden bei der durch das renommierte IPSOS-Institut durchgeführten Online-Befragung erreicht. Angesichts der überragenden Ergebnisse in Ennepetal ist am heutigen Dienstag, 12. Dezember, der Vorstandsvorsitzende von KORIAN Deutschland, Arno Schwalie, aus München angereist, um dem Leitungsteam und den Mitarbeitern persönlich zu gratulieren.

„Diese Auszeichnung spiegelt die hervorragende Atmosphäre in unserem Haus wieder“ freut sich Einrichtungsleiter Sasan Maleki (52), der seit knapp 10 Jahren die Einrichtung leitet. „Wir sind ein fest eingespieltes Team, das einander vertraut“, ergänzt der gebürtige Iraner, der seit 1992 in Deutschland lebt. Ausschlaggebend für die zufriedenen Mitarbeiter in Ennepetal ist offenbar der Zusammenhalt und das herzliche Miteinander, das in dem Haus in der Rollmannstraße an erster Stelle steht.

Ob motivierende Worte für die anstehende Abschlussprüfung eines Auszubildenden oder ein tröstendes Gespräch über private Probleme – die Tür des 52-jährigen Einrichtungsleiters steht jeden Tag für sein Team offen. „Die Mitarbeiter sollen sich bei uns gut aufgehoben fühlen. Da gehören Gespräche über Privatprobleme genauso für mich zum Alltag wie die Vermittlung bei beruflichen Unstimmigkeiten“, erklärt Maleki.
Darüber hinaus investiere er viel Zeit und auch Fortbildungsbudget in seine Mitarbeiter, um jedem von ihnen die Möglichkeit zu geben, sich weiterzuentwickeln und die seinen Fähigkeiten und Talenten entsprechende Laufbahn in- und außerhalb des Hauses einschlagen zu können. Durch die große Anzahl an Einrichtungen der KORIAN-Gruppe im Umkreis Ennepetals stehen auch Führungspositionen in anderen Häusern offen. Maleki hat selbst so eine Vorzeigelaufbahn gemacht: Er arbeitet 23 Jahren in der Einrichtung in Ennepetal, hat als Pflegehelfer begonnen und leitet inzwischen sogar drei Pflegeeinrichtungen.

Persönliche Gratulationswünsche zur dieser wichtigen Auszeichnung erreichten den Einrichtungsleiter nun vom Vorstandsvorsitzenden von KORIAN-Deutschland, Arno Schwalie, der Sasan Maleki und seinem Team vor Ort das „Goldene K“, eine interne Auszeichnung für besondere Leistung, überreichte. „Unsere Mitarbeiter sind unser wichtigstes Gut, daher liegt uns ein Arbeitsumfeld, in dem sie sich wohl fühlen und mit Freude zur Arbeit kommen, besonders am Herzen“, sagt Arno Schwalie. „Wie Herr Maleki es schafft, seine Mitarbeiter zu binden, sie zu fördern hat natürlich auch Auswirkungen auf die Bewohner. Wenn es den Mitarbeitern gut geht, fühlen sich auch unsere Bewohner und ihre Familien bestens umsorgt.“

Alle zwei Jahre führt die KORIAN Gruppe mit dem Marktforschungsunternehmen „Ipsos“ europaweit eine anonyme und freiwillige Mitarbeiterumfrage durch, an dieser in diesem Jahr insgesamt 30.412 Mitarbeiter teilgenommen haben.

Die Pressemitteilung als PDF können Sie hier herunterladen.

(Einrichtungsleiter Sasan Maleki mit Vorstandsvorsitzenden Arno Schwalie)