Ratgeber – Korian Deutschland https://www.korian.de Bei Korian sind Sie bestens umsorgt Wed, 27 Aug 2025 12:10:13 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 /favicon.ico Ratgeber – Korian Deutschland https://www.korian.de 32 32 Pflege bei Diabetes – Tipps für pflegende Angehörige https://www.korian.de/ratgeber-magazin/pflege-bei-diabetes-tipps-fuer-pflegende-angehoerige/ Mon, 18 Aug 2025 15:01:49 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=64116

Diabetes mellitus gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen weltweit. In Deutschland sind aktuell rund elf Millionen Menschen davon betroffen. Betroffene und Pflegende stellt dies vor Herausforderungen. Tipps für den Pflegealltag bei Diabetes.

Pflege bei Diabetes – ein Überblick

An erster Stelle sollte stets ein gründlicher Blick auf die individuelle Situation der von Diabetes betroffenen Person stehen. Dabei gilt es Alter, Krankheitsverlauf, Therapieform, Begleiterkrankungen und persönliche Lebensumstände zu berücksichtigen. Pflegende übernehmen dabei nicht nur körperliche Hilfen, sondern auch die Aufgabe, Betroffene im Alltag zu begleiten, zu schulen und zu motivieren – immer mit dem Ziel, Selbstständigkeit so weit wie möglich zu erhalten.

Schulungsangebote wahrnehmen

Je nach Ausprägung der Erkrankung ist bei der Betreuung von Diabetes-Patient:innen ein umfangreiches Wissen über den Umgang mit der Krankheit erforderlich. Übernehmen Angehörige oder professionelle Pflegekräfte Teile der Therapie, sollten sie dafür gezielt geschult sein. Für Angehörige von Diabetes-Patient:innen gibt es vom Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe ein spezielles Schulungsprogramm. Neben diabetesbezogenem Wissen und Fertigkeiten, wie z.B. den Gebrauch einer Glukagonspritze oder das Schätzen von KE-Einheiten, werden auch psychosoziale Strategien vermittelt, die vor allem in Konfliktsituationen hilfreich sein können.

Pflege bei Diabetes – darauf kommt es an

Da Pflege bei Diabetes überwiegend ältere Personen betrifft, gibt es einige allgemeine Themen, die für pflegende Angehörige besonders relevant sind.

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Regelmäßige Blutzuckerkontrolle bei Diabetes

Regelmäßige Blutzuckermessungen sind in der Regel ein wichtiger Bestandteil des Diabetes-Managements. Pflegende Angehörige sollten besonderen darauf achten, dass Messgeräte korrekt bedient werden, Werte sorgfältig dokumentieren und auf Abweichungen reagieren. Besondere Aufmerksamkeit ist bei Menschen geboten, die Insulin spritzen oder spezielle blutzuckersenkende Tabletten wie z. B. Sulfonylharnstoffe nehmen. Unterzuckerungen (Hypoglykämien) oder Überzuckerungen (Hyperglykämien) müssen schnell erkannt und behandelt werden.

Prävention des diabetischen Fußsyndroms

Unter dem diabetischen Fußsyndrom versteht man sämtliche krankhaften Veränderungen an den Füßen, die im Zusammenhang mit einem bestehenden Diabetes auftreten. Dazu zählen etwa Wunden, Infektionen oder Durchblutungsstörungen. Statistisch gesehen entwickelt jede fünfte bis dritte Person mit Diabetes im Laufe des Lebens eine solche Problematik – oft mit erheblichem Behandlungsbedarf.

Menschen mit Diabetes sollten ihre Füße mindestens einmal pro Jahr ärztlich untersuchen lassen. Besteht jedoch ein erhöhtes Risiko – etwa durch Nervenschäden oder Durchblutungsstörungen – sind kürzere Kontrollabstände sinnvoll, um Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Vorbeugend ist darüber hinaus vor allem eine gründliche Fußpflege ratsam. Dazu gehört:

  • Tägliche Kontrolle der Füße nach Druckstellen, Verhornungen, Wunden etc.
  • Tägliche Fußwäsche für maximal drei Minuten in circa 37-38 Grad warmen Wasser mit einer milden, rückfettenden Waschlotion
  • Füße richtig trocknen: Tupfen statt rubbeln
  • Einmal die Woche die Hornhaut entfernen (z. B. mit einem Bimsstein) – während oder nach dem Fußbad oder unter fließendem Wasser beim Duschen. Bei Unsicherheit lieber zu einer podologischen Praxis gehen!
  • Fußnägel ein- bis zweimal pro Woche mit einer Nagelfeile kürzen – am besten gerade und nicht rund, sonst wachsen sie leicht ein.
  • Trockene Füße regelmäßig eincremen. Hierfür eignen sich insbesondere Produkte mit Harnstoff. Am besten in Apotheke oder podologischer Praxis beraten lassen.
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Bewegungsförderung und Sturzvorbeugung

Sofern Menschen mit Diabetes noch in der Lage sind, sich selbständig zu bewegen, ist es ratsam mit ihnen neben Ausdauer und Kraft gezielt auch Geschicklichkeit, Reaktionsfähigkeit, Koordination, Gelenkigkeit und Beweglichkeit zu trainieren. So lässt sich das Risiko für Stürze wirksam senken. Geeignete Bewegungsformen sind beispielsweise Yoga, Pilates, Qigong, Tai-Chi oder regelmäßige Dehnübungen.
Das Vorbeugen von Stürzen ist besonders wichtig. Stolperfallen in der eigenen Wohnung wie zum Beispiel rutschige Teppiche gilt es, zu identifizieren und zu beseitigen. Die pflegebedürftige Person sollte außerdem mit passendem Schuhwerk, vor allem bei diabetischem Fuß, und gegebenenfalls mit einer geeigneten Brille und eventuell mit einer Gehhilfe versorgt sein.

Multimedikation regelmäßig überprüfen

Viele ältere Menschen leben mit mehreren chronischen Erkrankungen, die jeweils eine eigene medikamentöse Behandlung erfordern. Nicht selten summiert sich das auf mehrere verschiedene Präparate, die täglich eingenommen werden müssen. In diesem Fall spricht man von „Multimedikation“. Je mehr Medikamente gleichzeitig eingenommen werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für unerwünschte Nebenwirkungen wie Schwindel, Übelkeit oder Benommenheit. Außerdem fällt es vielen Betroffenen schwer, die komplexe Therapie mit mehreren Präparaten konsequent einzuhalten.

Tipp

Neben einer Überprüfung durch die hausärztliche Praxis, ob alle Medikamente nach wie vor notwendig sind, ist auch ein Medikationsplan sehr hilfreich. Er gibt Orientierung und kann zum Beispiel bei einem Krankenhausaufenthalt von Vorteil sein.

Ernährung bei Diabetes Typ 2: Darauf kommt es an

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Pflege bei Diabetes – ein Fazit

Für Angehörige ist die Pflege von Menschen mit Diabetes eine Herausforderung. Um dafür gerüstet zu sein, ist es ratsam, auf Unterstützungsangebot zur Schulung zurückzugreifen. Neben der Kenntnis der wichtigsten „Pflegemaßnahmen“ bei Diabetes ist auch die psychische Komponente wichtig. Zuhören und Verständnis, für die Situation der Erkrankten zu zeigen, kann oft schon ein wichtiger Schritt sein. Treten depressive Störungen auf, sollte ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Warum ist individuelle Einschätzung so wichtig in der Pflege bei Diabetes?

Jede Erkrankung ist einzigartig – Alter, Verlauf, Therapie, Begleiterkrankungen und persönliche Lebensumstände beeinflussen die Pflegeanforderungen. Angehörige übernehmen nicht nur körperliche, sondern auch emotionale und motivierende Rollen zur Förderung der Selbstständigkeit.

2. Welche Schulungsangebote stehen pflegenden Angehörigen offen?

Speziell ausgebildete Programme, z. B. vom Verband der Diabetes-Beratungs- und Schulungsberufe, vermitteln:

  • den Umgang mit Glukagon-Spritzen,
  • das Schätzen von KE-Einheiten,
  • psychosoziale Strategien für Konfliktsituationen.
3. Warum sind regelmäßige Blutzuckermessungen wichtig?

Regelmäßige Messungen ermöglichen:

  • die korrekte Bedienung der Messgeräte,
  • sorgfältige Dokumentation,
  • rechtzeitige Reaktion bei Hypo- oder Hyperglykämien (Über- und Unterzucker),
    insbesondere bei Insulin- oder sulfonylharnstoffgestützter Therapie.

 

4. Welche Rolle spielt die Prävention des diabetischen Fußsyndroms?

Statistisch gesehen entwickelt jede fünfte bis dritte Person mit Diabetes im Laufe des Lebens krankhafte Veränderungen an den Füßen. Menschen mit Diabetes sollten ihre Füße deshalb regelmäßig ärztlich untersuchen lassen. Vorbeugend ist darüber hinaus vor allem eine gründliche Fußpflege ratsam.

5. Was sollte man bei Multimedikation beachten?

Viele Senior:innen nehmen mehrere Medikamente, was Nebenwirkungen und Therapieversagen verstärken kann. Ein ärztlicher Check, ob alle wirkstofflich notwendig sind, sowie ein klar strukturierter Medikationsplan helfen enorm.

6. Wie wichtig ist Ernährung bei Typ-2-Diabetes?

Eine ausgewogene Ernährung ist Grundlage der nicht medikamentösen Therapie – gemeinsam mit Bewegung, Gewichtsreduktion und Schulung.

Empfehlenswert sind:

    • frisches Gemüse, ballaststoffreiche Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte,
    • zuckerreduzierte Obstsorten (z. B. Beeren),
    • pflanzliche Fette (z. B. Oliven- und Rapsöl, Nüsse),
    • mäßige Fett- und Eiweißzufuhr, abhängig von der Nierenfunktion,
    • täglich 30–40 g Ballaststoffe,
    • wenig Zucker, besonders in Getränken,
    • möglichst kein oder nur moderater Alkoholkonsum.
7. Welches Ernährungsmodell bei Diabetes ist ideal?

Es gibt keine „Diabetes-Diät“.

Wichtig ist:

  • persönliche Vorlieben,
  • gesundheitliche Voraussetzungen,
  • abgestimmte Beratung mit Ernährungsfachkräften oder Ärzt:innen.
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Ernährung bei Diabetes Typ 2: Darauf kommt es an https://www.korian.de/ratgeber-magazin/ernaehrung-bei-diabetes-typ-2-darauf-kommt-es-an/ Mon, 18 Aug 2025 14:57:11 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=64136

Menschen, die an Diabetes Typ 2 erkrankt sind, können fast alles essen, wenn sie auf eine ausgewogene Ernährung achten und in Kenntnis darüber sind, welche Lebensmittel besonders den Blutzucker beeinflussen. Die wichtigsten Ernährungstipps bei Diabetes.

Was ist Typ-2-Diabetes?

Typ-2-Diabetes ist die häufigste Form der Zuckerkrankheit in Deutschland. Über neun Millionen Menschen sind hierzulande davon betroffen. Ursächlich dafür ist meist eine Kombination aus genetischer Veranlagung, Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und Übergewicht.

Bei Typ-2-Diabetes führt eine Insulinresistenz oder ein Insulinmangel dazu, dass der Blutzuckerspiegel steigt. Oft liegt auch beides gleichzeitig vor. Langfristig können schwere Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Probleme oder Nierenschäden entstehen.

Warum ist die Ernährung bei Diabetes Typ 2 so wichtig?

Eine angepasste Ernährung ist neben einer Gewichtsabnahme, regelmäßiger Bewegung und speziellen Diabetes-Schulungen ein zentraler Baustein in der nicht-medikamentösen Therapie des Typ-2-Diabetes. Sie soll dazu beitragen, dass der Blutzucker im Normalbereich bleibt, Gewicht zu verlieren bzw. Übergewicht zu vermeiden und Bluthochdruck sowie Fettstoffwechselstörungen vorzubeugen.

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Diabetes Typ 2: die wichtigsten Ernährungsregeln

Für Menschen mit Typ-2-Diabetes gelten im Wesentlichen folgende Ernährungsempfehlungen:

  • Viel frisches Gemüse
  • Möglichst zuckerarmes Obst wie z. B. Beerenfrüchte
  • Reis, Nudeln, Brot und andere Getreideprodukte in der Vollkornvariante und in Maßen
  • Hülsenfrüchte
  • Fleisch, Wurst, Käse und andere tierische Lebensmittel in Maßen
  • Vorzugsweise pflanzliche Öle und Fette wie z. B. Oliven- und Rapsöl sowie Nüsse und Samen
  • Wenig salzen – insbesondere bei Bluthochdruck

Zucker reduzieren, da es den Blutzucker und damit auch den Insulinspiegel in die Höhe treibt.

Welche Ernährungsform ist empfehlenswert für Menschen mit Typ-2-Diabetes?

Ernährung ist immer individuell. Es gibt nicht die eine passende Ernährungsform für Menschen mit Diabetes. Der Speiseplan sollte an Lebensstil, gesundheitliche Voraussetzungen und persönliche Vorlieben angepasst werden. Wichtig hier: Ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt oder Ärztin oder auch eine Ernährungsberatung als Teil einer Diabetes-Schulung.

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Nährstoffe: Worauf es bei Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen ankommt

Kohlenhydrate

Lebensmittel mit komplexen Kohlenhydraten helfen, starke Blutzuckerspitzen nach dem Essen zu vermeiden. Dazu zählen etwa Vollkornbrot, Vollkornnudeln oder Hülsenfrüchte. Sie werden im Darm langsamer abgebaut, sodass der Zucker nur nach und nach ins Blut gelangt. Das hält die Werte stabil und sorgt gleichzeitig für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl. Einfache Kohlenhydrate hingegen, z. B. in Süßwaren oder Weißmehlprodukten, gelangen sehr schnell vom Darm ins Blut und lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen.

Fette

Menschen mit Diabetes wird eine Menge von 60-80 Gramm Fett am Tag empfohlen – das sind etwa 30 Prozent der Gesamtenergieaufnahme. Besonders gut sind ungesättigte Fettsäuren – allen voran die Omega-3-Fettsäuren. Sie wirken entzündungshemmend und unterstützen Herz und Gefäße. Omega-6-Fettsäuren sollten dagegen eher in moderaten Mengen verzehrt werden, da zu viel davon Entzündungsprozesse im Körper begünstigen kann. Ein ausgewogenes Verhältnis beider Fettsäuren findet sich zum Beispiel in Lein- und Rapsöl, Leinsamen sowie bestimmten Nüssen.

Eiweiße

Grundsätzlich sollten Menschen mit Diabetes 0,8-1,0 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht am Tag über eine ausgewogene Ernährung zu sich nehmen, so die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. Doch Vorsicht: Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann eine zu hohe Eiweißzufuhr die Organe zusätzlich belasten. Betroffene sollten deshalb ärztlich abklären, wie viel Eiweiß für sie persönlich sinnvoll ist.

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Ballaststoffe: Bitte mehr davon!

Ballaststoffe gehören zu den Kohlenhydraten, können vom menschlichen Verdauungssystem aber nur schwer oder gar nicht aufgespalten werden. So gelangen andere Kohlenhydrate langsamer aus dem Darm ins Blut – und starke Blutzuckerschwankungen werden weniger. Menschen mit Diabetes sollten deshalb möglichst täglich Ballaststoffe zu sich nehmen. Die Fachgesellschaften empfehlen zwischen 30 und 40 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Besonders reich daran sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse sowie viele Obst- und Gemüsesorten (z. B. Himbeeren, Brombeeren, Brokkoli, Rosenkohl).

Zucker meiden – vor allem bei Getränken

Menschen mit Diabetes sollten ihren Zuckerkonsum geringhalten – insbesondere in Getränken. Limonaden, Cola oder reine Fruchtsäfte liefern schnell verfügbare Energie, die kaum sättigt, aber die Kalorienbilanz deutlich erhöht. Der enthaltene Zucker gelangt rasch ins Blut und kann so starke Blutzuckerspitzen verursachen. Bessere Alternativen sind Wasser oder ungesüßter Tee.

Alkohol reduzieren oder ganz darauf verzichten

Neben Zucker sollten Menschen mit Diabetes auch Alkohol – wenn überhaupt – nur in Maßen zu sich nehmen. Denn: Muss die Leber Alkohol abbauen, hat dieser Prozess Vorrang – die Freisetzung gespeicherter Zuckerreserven ins Blut wird deutlich verlangsamt. Für Menschen mit Diabetes, die Insulin spritzen oder blutzuckersenkende Tabletten aus der Gruppe der Sulfonylharnstoffe einnehmen, kann das gefährlich werden: Das Risiko für eine Unterzuckerung steigt, weil der Körper in dieser Zeit weniger schnell auf einen sinkenden Blutzuckerspiegel reagieren kann.

Ernährung bei Diabetes Typ 2 – ein Überblick

Wer an Diabetes Typ 2 erkrankt ist, sollte auf eine gesunde, ausgewogene Ernährungsweise achten. Ob mediterrane, vegetarische oder vegane Ernährung – die Möglichkeiten sind vielfältig. Egal, wozu man sich entscheidet: Die individuellen Vorlieben sollten stets berücksichtigt werden. Freude und Genuss am Essen dürfen dabei nicht zu kurz kommen. Denn nur so wird man dauerhaft gesunde Ernährungsroutinen etablieren können.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

1. Warum ist Ernährung bei Typ-2-Diabetes so wichtig?

Eine angepasste Ernährung ist – neben Gewichtsreduktion, Bewegung und Diabetes-Schulungen – ein zentraler Baustein der nicht-medikamentösen Therapie. Sie hilft, den Blutzucker zu stabilisieren, Übergewicht zu verhindern oder abzubauen und Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen vorzubeugen.

2. Welche Lebensmittel sollte man bei Diabetes Typ 2 bevorzugen?
  • Viel frisches Gemüse
  • Zuckerarmes Obst (z. B. Beeren)
  • Vollkornprodukte (Reis, Brot, Nudeln) in Maßen
  • Hülsenfrüchte
  • Pflanzliche Öle/Fette wie Oliven- und Rapsöl, Nüsse und Samen
  • Wenig Zucker und Salz
3. Wie sieht eine sinnvolle Zufuhr von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweiß aus?
  •  Kohlenhydrate: Komplexe Formen wie Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte sind besser – sie sorgen für einen langsameren Blutzuckeranstieg und längeres Sättigungsgefühl.
  • Fette: Etwa 60–80 g pro Tag (ca. 30 % der Energiezufuhr). Ungesättigte Fettsäuren, insbesondere Omega-3, sind empfehlenswert; Omega-6 sollte moderat konsumiert werden.
  • Eiweiß: 0,8–1,0 g pro kg Körpergewicht pro Tag empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung. Bei Nierenproblemen sollte die Aufnahme ärztlich abgestimmt werden.
4. Warum sind Ballaststoffe bei Diabetes wichtig?

Ballaststoffe verzögern die Zuckeraufnahme und verhindern starke Blutzuckerschwankungen. Empfohlen werden 30–40 g pro Tag – besonders reichhaltig enthalten in Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Nüssen sowie Gemüse und Beeren.

5. Soll man bei Diabetes Zucker komplett meiden – besonders bei Getränken?

Zucker, insbesondere in Getränken wie Limonade oder Fruchtsäften, führt zu raschen Blutzuckerspitzen. Daher sollten solche Getränke möglichst vermieden werden – Wasser oder ungesüßter Tee sind sinnvolle Alternativen.

6. Kann man bei Diabetes Alkohol trinken?

Alkohol sollte, wenn überhaupt, nur in Maßen konsumiert werden. Besonders bei Insulin- oder sulfonylharnstoffgestützter Therapie kann Alkohol die Zuckerfreisetzung aus der Leber verlangsamen und das Risiko einer Unterzuckerung erhöhen.

7. Gibt es „die ideale“ Ernährungsform bei Typ-2-Diabetes?

Eine universelle „Diät“ gibt es nicht – ob mediterran, vegetarisch oder vegan: Entscheidend ist, dass Ernährung dem persönlichen Lebensstil, den gesundheitlichen Rahmenbedingungen und Vorlieben entspricht. Therapieberatung und Diabetes-Schulung unterstützen bei der Auswahl.

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Wissenswertes zum Thema Impfen https://www.korian.de/ratgeber-magazin/impfkampagne/ Mon, 11 Aug 2025 10:00:00 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=63874

Impfungen zählen zu den wirksamsten Maßnahmen, um sich selbst und andere vor Infektionskrankheiten zu schützen. Besonders für ältere Menschen, pflegende Angehörige, chronisch Kranke und Schwangere ist ein umfassender Impfschutz wichtig – nicht nur zum eigenen Schutz, sondern auch zum Schutz des sozialen Umfelds.
Doch wer sollte sich wann und gegen was impfen lassen? Und wie behält man den Überblick über den Impfstatus? Dieser Beitrag informiert verständlich über das Impfen, gibt Empfehlungen und zeigt, wo und wie man sich einfach impfen lassen kann.

Wer sollte sich gegen was impfen lassen?

Impfungen schützen vor übertragbaren Krankheiten und richten sich nach Alter, Gesundheit und Lebensumständen. Kinder erhalten Grundimmunisierungen, Erwachsene sollten ihren Impfschutz regelmäßig auffrischen. Bestimmte Berufsgruppen und Reisende benötigen ggf. zusätzliche Impfungen. Ab 60 Jahren und bei chronischen Erkrankungen werden weitere Impfungen empfohlen. Eine individuelle Beratung erfolgt beim Hausarzt.

Impfungen für Menschen im höheren Alter und Pflegebedürftige

Gerade ältere und pflegebedürftige Menschen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe, da ihre Immunabwehr oft geschwächt ist.

Empfohlene Impfungen für Pflegebedürftige und Senioren sind:

  • Grippeschutzimpfung (Influenza): Jährlich empfohlen, am besten im Oktober oder November. Besonders wichtig, da Grippe bei älteren Menschen schwer verlaufen kann. Für Menschen ab 60 empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) einen Hochdosis-Impfstoff.
  • COVID-Impfung: Schutz vor schweren Verläufen, besonders bei älteren und vorerkrankten Menschen. Die aktuellen Empfehlungen zur Auffrischung sollten mit dem Hausarzt besprochen werden.
  • RSV-Impfung: einmalige Impfung gegen das Respiratorische Synzytialvirus (RSV) wird empfohlen. (z. B. bei chronischen Lungen-, Herz- oder Nierenerkrankungen), am besten im Herbst vor Beginn der RSV-Saison. Lassen Sie sich ärztlich beraten, ob die Impfung sinnvoll ist. Unter der Voraussetzung, dass eine Indikation zur Impfung sowohl gegen Influenza als auch gegen RSV besteht, kann die Influenza-Impfung gleichzeitig mit den proteinbasierten RSV-Impfstoffen verabreicht werden. Die Injektion soll jeweils an unterschiedlichen Gliedmaßen erfolgen.
  • FSME-Impfung (Zeckenimpfung): Empfohlen für Menschen in FSME-Risikogebieten, schützt vor einer durch Zecken übertragenen Hirnhautentzündung. Drei Grundimmunisierungen, danach regelmäßige Auffrischung.
  • Gürtelrose-Impfung (Herpes zoster): Die STIKO empfiehlt die Gürtelrose-Impfung mit einem Totimpfstoff für alle ab 60 Jahren sowie ab 50 Jahren bei geschwächtem Immunsystem oder schweren Grunderkrankungen. Zwei Impfdosen schützen ab einem Alter von 50 Jahren effektiv vor Gürtelrose (92 %) und Nervenschmerzen (82 %). Auch bei über 70-Jährigen bleibt der Schutz mit etwa 90 % hoch.
  • Pneumokokken-Impfung: Schützt vor Lungenentzündung und anderen schweren Erkrankungen, die durch Pneumokokken-Bakterien verursacht werden. Besonders empfohlen für Menschen ab einem Alter von 60 Jahren oder mit chronischen Erkrankungen.

Impfungen für Personen mit eingeschränkter Immunfunktion

Da Patient:innen mit Immuneinschränkung generell anfälliger für viele Infektionskrankheiten sind und diese mit schwereren Verläufen einhergehen können als bei Immungesunden, empfiehlt die STIKO sowohl den Patient:innen selbst als auch ihren Kontaktpersonen einen möglichst umfassenden Impfschutz. Aufgrund der eingeschränkten Immunfunktion kann es zu einer weniger ausgeprägten oder fehlenden Immunantwort nach der Impfung kommen.

Bei Patient:innen, die z. B. eine Chemotherapie erhalten, sollte die Impfung möglichst ≥2 Wochen vor dem Beginn der Chemotherapie oder zwischen zwei Chemotherapiezyklen erfolgen. Die Impfung mit einem Influenza-Totimpfstoff ist erst 6 Monate nach allogener oder autologer Stammzelltransplantation (HSZT) empfohlen. Es sollte daher ein individuell abgestimmter Impfzeitpunkt gewählt werden, um trotz Immunschwäche einen bestmöglichen Schutz zu erreichen.

Impfung für pflegende Angehörige und Kontaktpersonen

Auch pflegende Angehörige spielen eine zentrale Rolle: Sie können Krankheiten übertragen, selbst wenn sie nicht erkranken, und gefährden damit die Gesundheit der zu Pflegenden.

Ein Impfschutz sollte für mindestens einer der folgenden Impfungen vorliegen:

  • Grippeschutzimpfung: Auch für Angehörige wichtig, um pflegebedürftige Menschen nicht anzustecken.
  • COVID-Impfung: Schützt sowohl die Pflegenden als auch die Pflegebedürftigen vor Ansteckung.
  • Weitere Impfungen je nach Situation: Bei bestimmten Erkrankungen der zu Pflegenden (z. B. chronische Hepatitis oder Immunschwäche) können zusätzliche Impfungen sinnvoll sein (z. B. Hepatitis B, Meningokokken, Gürtelrose).

Impfen in der Schwangerschaft schützt Mutter und Kind

Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für schwere Infektionsverläufe, deshalb sind bestimmte Impfungen besonders wichtig. Während Lebendimpfstoffe wie Masern oder Röteln tabu sind, empfiehlt die STIKO Impfungen gegen Grippe, Keuchhusten und COVID-19 ausdrücklich – sogar während der Schwangerschaft ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel. Diese schützen nicht nur die Mutter, sondern auch das ungeborene Kind.

Impfen während Schwangerschaft und Stillzeit

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Impfungen im Blick behalten: Tipps für den Alltag

Regelmäßige Impfungen sind besonders für ältere Menschen und chronisch Kranke ein wichtiger Teil des Gesundheitsschutzes. Daher sollte der Impfstatus mindestens einmal jährlich gemeinsam mit dem Arzt überprüft werden. Um den Überblick zu behalten, empfiehlt sich das Führen eines Impfpasses. Angehörige können dabei unterstützen, Impftermine zu organisieren und wahrzunehmen. Auch Aufklärung spielt eine zentrale Rolle: Wer über Nutzen und Sicherheit von Impfungen informiert ist, ist eher bereit, sich impfen zu lassen.

Praktische Tipps zum Impfen für Pflegende und Angehörige

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Wo kann ich mich impfen lassen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten bzw. Anlaufstellen, wo man sich impfen lassen kann:

Hausarztpraxis / Allgemeinmediziner

Der erste Ansprechpartner für Impfungen ist in der Regel dein Hausarzt. Er kennt deinen Impfstatus und berät dich zu nötigen Auffrischungen oder empfohlenen Impfungen.

Fachärzt:innen (z. B. Gynäkolog:innen, Kinderärzt:innen, Internist:innen)

Je nach Impfung und Zielgruppe:

  • Gynäkolog:innen: HPV-Impfung
  • Kinderärzt:innen: Grundimmunisierungen im Kindesalter
  • Internist:innen: Reiseimpfungen oder Impfungen bei Vorerkrankungen

Apotheken (bei bestimmten Impfungen)

Viele Apotheken bieten mittlerweile auch Impfungen an, z. B. gegen:

Gesundheitsämter / Öffentliche Impfstelle

Vor allem für:

  • Reiseimpfungen
  • Schulimpfungen
  • Impfaktionen in Betrieben oder sozialen Einrichtungen

Tropenmedizinische Institute / Reise-Impfzentren

Für spezielle Reiseimpfungen wie:

  • Gelbfieber
  • Typhus
  • Hepatitis A/B
  • Tollwut

Betriebsärztlicher Dienst

In vielen größeren Unternehmen kann man sich über den Betriebsarzt impfen lassen, z. B. gegen:

  • Grippe
  • COVID-19
  • ggf. Hepatitis oder Tetanus bei beruflicher Indikation

Wo finde ich ein Impfangebot in meiner Nähe?

Teilnehmende Apotheken findet man z. B. über die App ApoGuide.de (https://www.apoguide.de/apothekensuche)

Oder die Apothekensuche der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA).

Auf dem bundesweiten Portal: https://www.impfen-info.de.

Über die Seite Ihres jeweiligen Landesgesundheitsministeriums.

Direkt bei deiner Krankenkasse – viele bieten Impfberatungen und Standortlisten an.

Nach der Impfung: Deshalb ist Beobachtung so wichtig

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Impfberechtigung und Kosten

Pflegende Angehörige und enge Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen sind impfberechtigt: In Deutschland können sie sich kostenlos impfen lassen. Dafür ist meist eine Bescheinigung der pflegebedürftigen Person und ein Nachweis der Pflegebedürftigkeit (z. B. Pflegegrad) nötig. Die Regelungen können je nach Bundesland variieren.

Die Kosten für empfohlene Impfungen werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Offizielle Informationsquellen

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), Robert Koch-Institut (RKI)

Gesundheitsamt: Gibt Auskunft zu regionalen Impfaktionen und aktuellen Empfehlungen.

Offizielles Portal www.impfen-info.de

Fazit

Impfungen schützen nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der vulnerablen Menschen im Umfeld. Mit einem aktuellen Impfschutz können viele schwere Infektionen verhindert werden. Informieren Sie sich regelmäßig und nutzen Sie die Beratungsangebote Ihrer Ärzte und offiziellen Stellen.

FAQ:

1. Wo kann ich mich impfen lassen?

Impfungen sind beim Hausarzt, bei Fachärzt:innen, in vielen Apotheken, in Gesundheitsämtern, Reiseimpfzentren sowie über den Betriebsarzt möglich. Je nach Impfung und Zielgruppe variiert der passende Ort.

2. Wie finde ich Impfangebote in meiner Nähe?

Impfstellen lassen sich über Hausarztpraxen, die Plattform www.impfen-info.de, die App ApoGuide.de oder über Ihre Krankenkasse finden. Auch Gesundheitsämter informieren regional.

3. Was ist der Unterschied zwischen Grundimmunisierung und Auffrischimpfung?

Die Grundimmunisierung besteht aus mehreren Impfungen, um einen Basis-Impfschutz aufzubauen. Auffrischimpfungen sorgen dafür, dass dieser Schutz langfristig erhalten bleibt – besonders bei Erwachsenen wichtig.

4. Wie oft sollte man den Impfpass kontrollieren lassen?

Es ist empfehlenswert, den Impfstatus jährlich mit dem Hausarzt zu besprechen – insbesondere bei älteren Menschen, chronisch Kranken und pflegenden Angehörigen.

5. Welche Impfungen sind für ältere Menschen ab 60 besonders wichtig?

Für Menschen ab 60 Jahren empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) unter anderem Impfungen gegen Grippe (Influenza), Pneumokokken, Gürtelrose (Herpes zoster), COVID-19 und FSME (bei Aufenthalt in Risikogebieten) sowie RSV-Impfung. Eine ärztliche Beratung ist ratsam.

6. Welche Impfungen sind für pflegende Angehörige sinnvoll?

Pflegende Angehörige sollten mindestens gegen Influenza (Grippe) und COVID-19 geimpft sein, um Pflegebedürftige zu schützen. Je nach Erkrankung der gepflegten Person können auch Impfungen gegen Hepatitis B, Meningokokken oder Gürtelrose empfohlen sein.

7. Warum ist Impfen im Alter besonders wichtig?

Mit zunehmendem Alter wird das Immunsystem schwächer. Impfungen helfen, schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden und schützen auch das Umfeld. Besonders bei chronischen Erkrankungen sind regelmäßige Impfungen essenziell.

8. Werden die Kosten für Impfungen von der Krankenkasse übernommen?

Ja, alle von der STIKO empfohlenen Impfungen werden in der Regel von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Auch pflegende Angehörige sind häufig kostenfrei impfberechtigt – ein entsprechender Nachweis ist notwendig.

9. Können mehrere Impfungen gleichzeitig verabreicht werden?

Ja, bestimmte Impfungen wie die gegen Influenza und RSV können gleichzeitig, aber an unterschiedlichen Gliedmaßen verabreicht werden. Dies erleichtert die Terminplanung und erhöht die Impfrate – ärztliche Beratung ist wichtig.

10. Was tun bei Impfnebenwirkungen?

Leichte Reaktionen wie Rötung oder Schmerzen an der Einstichstelle sind normal und klingen meist schnell ab. Bei stärkeren oder ungewöhnlichen Nebenwirkungen sollte man ärztlichen Rat einholen.

11. Welche Impfungen sind für Reisende wichtig?

Reisende sollten sich je nach Reiseziel gegen Hepatitis A/B, Gelbfieber, Typhus, Tollwut oder andere Krankheiten impfen lassen. Eine reisemedizinische Beratung ist frühzeitig empfehlenswert.

12. Ist eine Impfung trotz chronischer Krankheit möglich?

Ja, gerade bei chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Leiden oder COPD sind Impfungen besonders wichtig. Der Arzt hilft bei der Auswahl geeigneter Impfstoffe.

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Demenz: Diagnose, Therapien, Verlauf https://www.korian.de/ratgeber-magazin/demenz-diagnose-therapien-verlauf/ Fri, 08 Aug 2025 14:02:00 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=61390

Schon die Wortherkunft sagt, worum es geht: Demenz leitet sich vom lateinischen Adjektiv „dēmēns“ ab, das „nicht recht bei Sinnen“ bedeutet. Demenz ist die Erkrankung, bei der sich die geistigen Fähigkeiten der Erkrankten verschlechtern, im schlimmsten Fall bis zum völligen Verlust. Anfangs sind Kurzzeitgedächtnis und Merkfähigkeit beeinträchtigt, dann verschwinden die Inhalte des Langzeitgedächtnisses und im schlimmsten Fall schließlich sämtliche lebenslang erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten.

Mit der zunehmenden Alterung der Gesellschaft wächst fatalerweise auch der Anteil der Demenzkranken, denn das größte Krankheitsrisiko ist das Alter. Mit jedem zusätzlichen Lebensjahrzehnt steigt das Risiko. Etwa jede fünfte Person ab 85 Jahren, jede dritte ab 90 ist von Demenz betroffen. Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit ca. 1,8 Millionen an Demenz erkrankte Menschen – in sehr unterschiedlicher Ausprägung und Schwere.

Demenzpflege

Unsere Einrichtungen mit Demenzpflege bieten Bewohnern mit einer demenziellen Erkrankung passende Angebote.

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Formen der Demenz

Demenzen lassen sich je nach Ursachen und Ausprägungen in eine umfangreiche Systematik einteilen. Die erste Unterscheidung erfolgt in primäre und sekundäre Demenzformen.

Demenzformen

Primäre Demenzen

Primäre Formen machen 90 Prozent aller Demenzerkrankungen aus. Sie haben ihre Ursachen in direkten Veränderungen im Gehirn und sind leider unumkehrbar. Unterformen primärer Demenzen sind zum Beispiel:

Neurodegenerative Demenzen:

Ausgelöst werden sie durch das Absterben von Nervenzellen im Gehirn. Folgende Unterformen gibt es:

• Alzheimer:

Aus unbekanntem Grund sterben nach und nach Gehirnzellen ab, charakteristisch ist der Verlust des Kurzzeitgedächtnisses.

• Frontotemporale Demenz:

Betroffen sind hier vor allem die Nervenzellen im Stirn- und Schläfenbereich, dadurch verändern sich vor allem die Persönlichkeit und das soziale Verhalten, weniger das Erinnerungsvermögen.

Lewy-Körper-Demenz:

Betroffen sind Nervenzellen in der Hirnrinde, was zu optischen Sinnestäuschungen und motorischen Störungen führt.

• Parkinson-Demenz:

Bei 30 bis 40 Prozent der Parkinson-Kranken entwickeln sich auch Demenzen.

Vaskuläre Demenz

Hierbei sind die Nervenzellen von Durchblutungsstörungen betroffen. Risikofaktoren sind zum Beispiel Bluthochdruck, Rauchen oder Diabetes mellitus.

In der Praxis lassen sich die Formen manchmal nur schwer trennen, Erkrankte leiden auch an Mischformen. Was sich sagen lässt: Alzheimer ist die häufigste Form der Demenz, etwa 60 Prozent der Betroffenen leiden an dieser Demenzform. Vielleicht wird deshalb im landläufigen Sprachgebrauch Alzheimer fälschlicherweise mit Demenz gleichgesetzt. Medizinisch gesehen ist das nicht korrekt: Alzheimer ist eine Unterform der Demenz.

Sekundäre Demenzen

Etwa zehn Prozent aller Demenzerkrankungen sind sekundäre Formen. Diese werden durch äußere Einflüsse wie Medikamente, Alkoholmissbrauch, Umwelteinflüsse oder Schilddrüsenerkrankungen ausgelöst. Die Behandlungen sind, je nach Auslöser, sehr unterschiedlich, bieten aber teilweise durchaus gute Heilungschancen.

Ursachen der Demenz

Die Ursachen der Demenz sind bisher nicht ausreichend erforscht. In den Gehirnen von Demenzkranken werden unterschiedliche Veränderungen beobachtet. Dazu gehören unter anderem:

  • das Absterben von Nervenzellen
  • die Zerstörung der Verbindungen zwischen den Nervenzellen
  • Eiweißablagerungen im Gehirn
  • die Verminderung des für das Gedächtnis wichtigen Botenstoffs Acetylcholin

Genetische Faktoren spielen als Ursache eine untergeordnete Rolle. Der größte Risikofaktor ist das Alter. Während bei unter 70-Jährigen weniger als drei Prozent unter Demenz leiden, sind es bei über 90-Jährigen über 30 Prozent. Auffällig ist außerdem, dass Frauen häufiger betroffen sind als Männer. In der Altersgruppe 80 bis 84 Jahre etwa liegt das Demenzrisiko bei Männern bei 12,2 Prozent, bei Frauen bei 15,6 Prozent. Hinzu kommt, dass Frauen eine statistisch höhere Lebenserwartung haben als Männer, was die Zahlen zusätzlich erhöht.

Weitere Risikofaktoren sind:

  • Schwerhörigkeit
  • Alkoholmissbrauch
  • Kopfverletzungen
  • Depressionen
  • Bluthochdruck
  • Übergewicht
  • Diabetes mellitus
  • Geringe geistige Aktivität
  • Wenig soziale Aktivität
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • Luftverschmutzung

Aus dieser Liste ergeben sich auch die Möglichkeiten zur Prävention. Sich rechtzeitig um ein Hörgerät zu kümmern, wenig Alkohol zu trinken, den Blutdruck zu regulieren, viel Bewegung usw. kann helfen, das persönliche Demenzrisiko zu senken.

Früherkennung und Diagnose

Je eher eine Demenz festgestellt wird, desto früher kann mit der Behandlung begonnen werden. Und auch wenn der überwiegende Teil der Demenzerkrankungen nicht heilbar ist, können so doch früher Maßnahmen eingeleitet werden, die das Voranschreiten der Krankheit bremsen und/oder Betroffenen das Leben leichter machen. Außerdem können sich sowohl Erkrankte wie auch Angehörige rechtzeitig mental auf die Krankheit und eine womöglich drohende Verschlimmerung einstellen.

Vor allem Angehörigen kommt die Aufgabe zu, Betroffene genau zu beobachten und Anzeichen von Demenz zu erkennen. Als Hilfestellung hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft elf Warnsignale für eine beginnende Demenzerkrankung definiert. Diagnosen stellen dann häufig Hausarzt oder Hausärztin, oft unter Einbeziehung von Fachkräften für Neurologie, Psychiatrie oder Psychotherapie.

Demenz: Früherkennung und Diagnose

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Behandlung von Demenz

Für primäre Demenzen und damit den Großteil aller Erkrankungen gibt es derzeit keine Therapien, die zu einer Heilung führen. Die Behandlung zielt allein darauf ab, einerseits den Verlauf der Erkrankung möglichst zu verlangsamen und andererseits die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Medikamentöse Behandlungen setzen etwa bei dem für das Gedächtnis wichtigen Botenstoff Acetylcholin an. Dafür werden Arzneimittel eingesetzt, die das Enzym hemmen, das für den natürlichen Abbau von Acetylcholin sorgt. Daneben gibt es Medikamente, die die Begleitsymptome einer Demenz, wie Unruhe, Sinnestäuschungen, Angst oder Schlafstörungen, lindern.

Nicht-medikamentöse Therapien werden eingesetzt, um die verbliebenen Fähigkeiten der Betroffenen zu trainieren, Alltagsfunktionen möglichst lange zu erhalten und ihr Selbstwertgefühl zu stärken. Dazu zählen etwa Musik- und Kunsttherapien, Bewegungsübungen oder Sinnes- und Wahrnehmungsübungen. Außerdem kann manchmal Psychotherapie helfen.

Demenz: Therapien und Behandlung

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Verlauf der Demenz

Demenzerkrankungen verlaufen individuell verschieden. Sie lassen sich jedoch grundsätzlich in drei Phasen einteilen, zwischen denen die Übergänge meist fließend sind:

1. Beginnende Demenz:

In dieser Phase lebt die betroffene Person noch weitgehend selbstständig. Wichtig ist es, dass sie möglichst aktiv am sozialen Leben teilnimmt und im Idealfall Sport sowie Physio- und Ergotherapie macht. Mental sollten sich Erkrankte und ihre Angehörigen in dieser Phase intensiv mit der Krankheit auseinandersetzen und auf eine drohende Verschlimmerung vorbereiten.

2. Mittelschwere Demenz:

In dieser Phase sind die Symptome bereits deutlich ausgeprägt. Das Kurzzeitgedächtnis ist in der Regel stark eingeschränkt, Orientierungs-, Sprach- und Bewegungsfähigkeit können spürbar beeinträchtigt sein. Erkrankte können ihren Alltag oft nicht mehr ohne Hilfe meistern. Soziale Kontakte und therapeutische Maßnahmen, je nach den aktuellen Fähigkeiten, sind weiterhin wichtig.

3. Fortgeschrittene Demenz:

Aufgrund stark ausgeprägter Symptome sind Erkrankte auf intensive Betreuung und Pflege angewiesen. Manche sind jetzt bettlägerig. Wesensveränderungen bis hin zum Nicht-Wiedererkennen können für Angehörige psychologisch belastend sein. Angehörige, die in dieser Phase die Pflege überwiegend oder vollständig selbst übernehmen, können schnell an ihre Belastungsgrenzen kommen und sollten sich über Unterstützungsangebote informieren. Hilfreich können auch Selbsthilfegruppen von Angehörigen Demenzkranker sein. Eine Übersicht zu Selbsthilfegruppen bietet die Deutsche Alzheimer Gesellschaft.

Ein Demenzfrühstück bietet dementen Menschen die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre, ohne Bewertung, wenn mal etwas daneben geht oder ungewohnte Kombinationen entstehen, unter ihresgleichen zu frühstücken.

Ein Demenzfrühstück bietet dementen Menschen die Möglichkeit, in entspannter Atmosphäre, ohne Bewertung, wenn mal etwas daneben geht oder ungewohnte Kombinationen entstehen, unter ihresgleichen zu frühstücken.

Mit Demenz leben

Die Diagnose Demenz stellt für Betroffene wie für Angehörige einen dramatischen Einschnitt dar. Diese Krankheit führt nicht nur zum Verlust der geistigen Fähigkeiten der Betroffenen. Sie beeinträchtigt letztlich die Wahrnehmung, das Erleben und schließlich das gesamte Sein. Betroffene leiden unter dem fortschreitenden Verlust ihrer Fähigkeiten. Und sie vereinsamen innerlich, weil andere sie nicht mehr verstehen und sie sich in der Regel ab Phase 2 auch nicht mehr entsprechend mitteilen können.

Angehörige sind durch die Auswirkungen der Demenz oft stark psychologisch belastet. Dennoch können sie Demenzkranke meist besser verstehen als andere, weil der Schlüssel zu deren Verhalten oft in der Biografie liegt. Wer einschneidende Erlebnisse, persönliche Ängste und Charaktereigenschaften der Betroffenen kennt, kann sie auch in der Demenz besser begleiten.

Pflege bei Demenz

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Pflege bei Demenz https://www.korian.de/ratgeber-magazin/pflege-bei-demenz/ Fri, 08 Aug 2025 10:05:18 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=61844

Die Pflege und Betreuung Demenzkranker stellt erhebliche Anforderungen. Während man versucht, die Lebensqualität der Erkrankten zu erhalten und sie in ihrer Selbstbestimmung zu fördern, wird der Unterstützungsbedarf immer größer, je weiter die Krankheit fortschreitet. Gleichzeitig können auch belastende Symptome wie Orientierungslosigkeit oder sogar Aggressionen auftreten. Pflegepersonen werden dadurch stark herausgefordert.

Die Pflege sollte individuell auf die jeweilige Phase der Demenzerkrankung abgestimmt sein. Mit fortschreitender Demenz kann auch eine höhere Einstufung in Pflegegrade erreicht werden. Je höher der Pflegegrad, desto höher die Leistungen, die von den Pflegekassen in Anspruch genommen werden können – eine wertvolle Unterstützung für pflegende Angehörige.

Pflegende Angehörige

Statistisch gesehen leben die meisten Menschen mit Demenz in Privathaushalten und werden von ihren Angehörigen gepflegt. Einerseits ist es angenehm und auch hilfreich für Demenzkranke, in ihrer gewohnten Umgebung zu leben. Andererseits kann die Situation für die Familienmitglieder sehr herausfordernd sein. Pflegende Angehörige sollten dabei immer auch die eigenen Kräfte im Blick behalten.

Demenz: Hilfsangebote für Angehörige

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Umgang mit Demenzkranken

Demenzkranke verändern ihr Verhalten und reagieren anders als gewohnt auf ihre Umgebung. Beispielsweise kann eine vorher freundliche Persönlichkeit plötzlich aggressiv auftreten. Aggressives, leicht reizbares Verhalten ist eine typische Erscheinungsform von Demenz. Hier heißt es: Ruhe bewahren und das Verhalten nicht persönlich nehmen – auch wenn es schwerfällt.

Einen großen Unterschied im Umgang machen hier Wissen und Verständnis: Je mehr sich pflegende Angehörige über die Krankheit informieren, desto besser können sie bestimmte Verhaltensweisen einschätzen.

Mit voranschreitender Erkrankung haben Demenzkranke Schwierigkeit, einem Gespräch zu folgen. Angehörige sollten deshalb langsam, einfühlsam und in einfacher Sprache mit ihnen kommunizieren. Blick- und Körperkontakt können helfen, das Verständnis zu fördern.

Feste Routinen wie Aufstehen, Anziehen oder ein täglicher Spaziergang am Nachmittag helfen Demenzkranken sich zu orientieren. Da die Erkrankten zunehmend das Zeitgefühl verlieren, sollte besonders auf den Tag-Nacht-Rhythmus geachtet werden. Also: tagsüber Licht in die Wohnung lassen, ins Freie gehen und zum Zubettgehen das Licht allmählich herunterdimmen.

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Beschäftigung von Demenzkranken

Um die noch vorhandenen Fähigkeiten zu stärken und auch für Abwechslung und Lebensfreude zu sorgen, sollten Demenzkranke unbedingt beschäftigt werden. Das kann etwa durch Kochen, Gartenarbeit, Basteln, Malen, Musik, Lesen oder Vorlesen, Spaziergänge oder Spiele sein. Im Idealfall werden solche Aktivitäten ein Teil der wertvollen Tagesroutine.

Neben den persönlichen Vorlieben sollte dabei unbedingt das jeweilige Stadium der Krankheit beachtet werden. Die Kranken sollten auf keinen Fall überfordert werden und keine frustrierenden, sondern positive, selbstbestätigende Erfahrungen machen. Wer mit ihnen bastelt, kocht etc. sollte deshalb etwaige „Fehler“ tolerieren. Und wenn Erkrankte nicht aktiv werden wollen, sollte dies ebenfalls akzeptiert werden.

Demenz: Beschäftigungen und Spiele für Demenzkranke im Alltag

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Gestaltung des Umfelds

Eine Demenzerkrankung schränkt die Fähigkeit der Betroffenen ein, sich in ihrem Umfeld zu orientieren. Deshalb sollte das Wohnumfeld sehr bewusst gestaltet werden. Vertraute Gegenstände und die gewohnte Ordnung helfen beim Zurechtfinden. Unvermeidliche Änderungen sollten behutsam und schrittweise eingeführt werden. Also: Ein neuer Herd sollte dem alten im Idealfall ähnlich sein. Ist eine Unterbringung im Heim notwendig, hilft es, das neue Zimmer mit den vertrauten Möbeln und der gewohnten Ordnung einzurichten. Eine helle, schattenfreie Beleuchtung und klare, ruhige Strukturen etwa bei Teppichen unterstützen bei der Orientierung.

Bei der Pflege zuhause ist auch Sicherheit ein Thema: Normale Einrichtungsgegenstände können schnell zu Hindernissen werden und vermeintlich harmlose Elektrogeräte stellen plötzlich ein Risiko dar. Um das Umfeld möglichst sicher zu gestalten, gibt es ein paar Tricks und Kniffe: Stolperfallen (z. B. Teppiche) müssen beseitigt werden, Haltegriffe im Bad erhöhen die Sicherheit. An elektrischen Geräten lassen sich Abschaltvorrichtungen installieren, Fenster sollten gesichert werden. Droht ein Verbrühen am Heißwasser, lässt sich am Wasserboiler die Temperatur herunterregeln. Medikamente und Haushaltschemikalien sollten gegebenenfalls unter Verschluss gehalten werden. Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes werden teilweise finanziell gefördert.

Ein Symptom der Demenz ist die sogenannte „Hinlauftendenz“. Dabei machen sich Erkrankte scheinbar ziellos auf den Weg und verlassen die Wohnung oder das Haus. Im schlimmsten Fall finden sie nicht wieder nach Hause zurück. Verschiedene Maßnahmen können helfen: Die optische Tarnung der Haustür, etwa durch einen Vorhang, kann das Hinausgehen verhindern. Betroffene Angehörige sollten unbedingt die Nachbarn informieren und gegebenenfalls auch den Erkrankten einen Notfallausweis in die Kleidung stecken. Bestellt werden können diese bei der Alzheimer Forschung Initiative.

Unterbringung im Pflegeheim

Schreitet die Demenzerkrankung weiter voran, ist eine häusliche Pflege durch Angehörige oft irgendwann nicht mehr möglich. Eine vollstationäre Pflege wird unumgänglich. Dadurch verlieren die Demenzkranken zwar ihre gewohnte Umgebung, Pflegeheime bieten ihnen aber auch zahlreich Vorteile.

Ein verlässlich geregelter Tagesablauf kommt ihrem Bedürfnis nach festen Strukturen entgegen. Die unterschiedlichen Beschäftigungsangebote der Heime und der soziale Austausch mit Mitbewohnern oder Pflegekräften hilft, erkrankte Menschen geistig fit zu halten. In Heimen, die auf Demenzkranke spezialisiert sind, erhalten diese eine auf die Krankheit und die individuellen Symptome abgestimmte Pflege.

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Pflegekonzepte

Bei der Pflege demenzkranker Menschen können verschiedene, speziell auf diese Krankheit zugeschnittene Pflegekonzepte umgesetzt werden. Dazu gehört zum Beispiel:

  • Psychobiografisches Pflegemodell
  • Realitäts-Orientierungs-Training
  • Validation
  • Positive Care

Der Ansatz des psychobiografische Pflegemodells: Demenzkranke aus ihrer Biografie heraus zu verstehen. Dabei wird besonders versucht, die prägenden ersten 25 oder 30 Lebensjahre kennenzulernen und daraus ein Verständnis für eventuelle symptomatische Verhaltensweisen zu entwickeln. Für leichte bis mittlere Demenz eignet sich das Realitäts-Orientierungs-Training. Dabei wird mit Hilfsmitteln wie Listen, Uhren, Kalender und Schildern versucht, die zeitliche, räumliche und personenbezogene Orientierung zu verbessern.

Der Ansatz von Validation: Pflegende versuchen einen Zugang zur Erlebniswelt demenzkranker Menschen zu erhalten. Dazu ist vor allem ihr Verhalten entscheidend. Die Pflegenden sollten emphatisch sein und sich von den Bedürfnissen und Gefühlen des erkrankten Menschen leiten lassen.

Das Korian-spezifische Konzept des Positive Care stellt den Menschen in den Mittelpunkt und betont nicht die Einschränkungen der Erkrankten, sondern konzentriert sich auf ihre Stärken und noch vorhandenen Fähigkeiten. Damit bleibt die Selbstständigkeit und Lebensqualität von Demenzkranken möglichst lange erhalten.

Positive Care – Korians spezifisches Pflegekonzept

Bei Korian richten wir uns nach den individuellen Bedürfnissen unserer Bewohner:innen und setzen mit unserem Konzept Positive Care auf einen ganzheitlichen, personenzentrierten und nicht-medikamentösen Ansatz.

Positive Care ist ein ganzheitlicher, personenzentrierter und fürsorglicher Ansatz mit Schwerpunkt auf nicht-medikamentösen Interventionen.
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Praktische Tipps zum Impfen für Pflegende und Angehörige https://www.korian.de/ratgeber-magazin/praktische-tipps-zum-impfen-fuer-pflegende-und-angehoerige/ Fri, 08 Aug 2025 10:00:00 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=63825

Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, um sich und andere vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen. Gerade ältere und pflegebedürftige Menschen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe, da ihre Immunabwehr oft geschwächt ist. Auch pflegende Angehörige spielen eine zentrale Rolle: Sie können Krankheiten übertragen, selbst wenn sie nicht erkranken, und gefährden damit die Gesundheit der zu Pflegenden.
Mit guter Organisation und Vorbereitung können Sie den Ablauf erleichtern und Ängste abbauen. Hier finden Sie praktische Tipps für den Alltag.

Vor der Impfung

Aufklärung und Motivation

  • Informieren Sie die zu pflegende Person über den Nutzen der Impfung und beantworten Sie Fragen geduldig.
  • Motivieren Sie auch andere enge Kontaktpersonen, sich impfen zu lassen, um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten.

Impfstatus prüfen

  • Impfpass kontrollieren: Schauen Sie nach, ob alle empfohlenen Impfungen vorhanden sind. Bei Unsicherheiten fragen Sie den Hausarzt oder die Hausärztin.
  • Arztgespräch vereinbaren: Klären Sie, ob gesundheitliche Gründe gegen eine Impfung sprechen (z.B. Allergien, akute Erkrankungen).

Am Tag der Impfung

Vorbereitung

  • Bequeme Kleidung: Tragen Sie oder die zu pflegende Person Kleidung, die den Oberarm leicht freilegt.
  • Angst nehmen: Beruhigen Sie die zu impfende Person, besonders Kinder oder Menschen mit Demenz. Erklären Sie den Ablauf in einfachen Worten.
  • Medikamente: Informieren Sie das medizinische Personal über alle eingenommenen Medikamente.

Ablauf der Impfung

  • Hygiene: Das medizinische Personal arbeitet mit Handschuhen und desinfiziert die Einstichstelle.
  • Impfung: Der Impfstoff wird meist in den Oberarmmuskel gespritzt. Es dauert nur wenige Sekunden.
  • Pflaster: Nach der Impfung wird ein Pflaster auf die Einstichstelle geklebt.

Nach der Impfung

Was sollte nach der Impfung beachtet werden?

  • Kurze Wartezeit: Bleiben Sie noch etwa 15 Minuten in der Praxis, um auf allergische Reaktionen zu achten.
  • Reaktionen beobachten: Leichte Rötung, Schwellung oder Schmerzen an der Einstichstelle sind normal und klingen meist schnell ab. Auch Fieber oder Müdigkeit können auftreten.

Nach der Impfung: Deshalb ist Beobachtung so wichtig

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Eigener Impfschutz für Pflegende

Auch als pflegende/r Angehörige/r sollten Sie Ihren eigenen Impfschutz regelmäßig überprüfen und auffrischen lassen – zum Schutz Ihrer eigenen Gesundheit und der des Pflegebedürftigen.

Fazit

Mit guter Vorbereitung, regelmäßiger Kontrolle und offener Kommunikation machen Sie Impfungen für Pflegebedürftige und sich selbst sicherer und angenehmer. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsvorsorge im Pflegealltag.

Häufige Fragen:

1. Warum ist Impfen gerade bei pflegebedürftigen Menschen so wichtig?

Pflegebedürftige haben oft ein geschwächtes Immunsystem. Impfungen schützen sie vor schweren Krankheitsverläufen – insbesondere bei Grippe, Pneumokokken oder COVID-19.

2. Müssen auch pflegende Angehörige geimpft sein?

Ja, Pflegende können Krankheitserreger unbemerkt weitergeben. Ein vollständiger Impfschutz schützt nicht nur Sie selbst, sondern auch die betreute Person.

3. Wie kann ich die zu pflegende Person zur Impfung motivieren?

Erklären Sie den Nutzen in einfachen Worten, gehen Sie auf Sorgen ein und bieten Sie Begleitung an. Geduld, Ruhe und Verständnis sind oft der beste Weg.

4. Was ist nach der Impfung zu beachten?
  • 15 Minuten in der Praxis bleiben zur Beobachtung

  • Reaktionen wie Müdigkeit oder Schmerzen an der Einstichstelle sind normal

  • Bei starken oder ungewöhnlichen Beschwerden: ärztliche Hilfe holen

5. Wo kann ich den Impfstatus prüfen lassen?

Der Hausarzt oder die Hausärztin kann den Impfpass kontrollieren und Empfehlungen aussprechen. Bei Unsicherheiten hilft auch die Apotheke oder das Gesundheitsamt weiter.

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Nach der Impfung: Deshalb ist Beobachtung so wichtig https://www.korian.de/ratgeber-magazin/nach-der-impfung-deshalb-ist-beobachtung-so-wichtig/ Fri, 08 Aug 2025 10:00:00 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=63830

Hiermit soll eine selten auftretende Impfkomplikation erkannt werden. Im Allgemeinen wird eine Nachbeobachtungszeit nach einer Impfung von mindestens 15 Minuten empfohlen. Längere Nachbeobachtungszeiten von 15-30 Minuten sollten vorsichtshalber bei bestimmten Risikopersonen eingehalten werden, z.B. bei Personen mit Gerinnungshemmung oder einer Impfkomplikation in der Anamnese. Eine Impfkomplikation ist eine über das übliche Ausmaß einer Impfreaktion hinausgehende unerwünschte Reaktion.

Nebenwirkungen nach dem Impfen

Viele Menschen sind gegenüber Impfstoffen misstrauisch. Sie interessieren sich für gesundheitliche unerwünschte Beschwerden, die nach einer Impfung auftreten könnten.
Dabei ist es wichtig zu wissen, dass nicht jede Reaktion auf eine Impfung automatisch gefährlich ist. Viele Beschwerden sind normale Anzeichen dafür, dass das Immunsystem auf den Impfstoff reagiert und Schutz aufbaut.
Zunächst muss also zwischen Nebenwirkungen, Impfreaktionen und Impfkomplikationen unterschieden werden.

Nebenwirkungen

Laut Arzneimittelgesetz (AMG) sind Nebenwirkungen schädliche und unbeabsichtigte Reaktionen auf ein Arzneimittel.
Schwerwiegende Nebenwirkungen können auch tödlich oder zumindest lebensbedrohend sein und eine stationäre Behandlung erforderlich machen oder mitunter zu Behinderung, Invalidität, kongenitalen Anomalien oder Geburtsfehlern führen.

Zunächst muss also zwischen Impfreaktionen und Impfkomplikationen unterschieden werden.

Impfreaktionen

Die häufigsten „Nebenwirkungen“ sind erwartbare Impfreaktionen in den ersten Tagen nach der Impfung. Dazu zählen etwa Rötungen, Schwellungen oder Schmerzen an der Einstichstelle. Auch allgemeine Symptome wie leichtes Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen sowie ein generelles Unwohlsein sind möglich. Diese Reaktionen zeigen, dass das Immunsystem aktiv wird – genau wie gewünscht. Sie treten meist ein bis zwei Tage nach der Impfung auf und verschwinden in der Regel von selbst nach kurzer Zeit.

Impfkomplikationen

Impfkomplikationen zählen zu den medizinisch unerwünschten Arzneimittelwirkungen (UAW), die nach einer Impfung auftreten können. Solche Reaktionen sind laut den Angaben in den Fachinformationen der jeweiligen Impfstoffe insgesamt sehr selten. Das gilt auch für die COVID-19-Impfstoffe.

In den offiziellen Aufklärungsmerkblättern zu den Corona-Impfstoffen sind mögliche Impfreaktionen genau beschrieben. Diese reichen von häufigen, harmlosen Reaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle bis hin zu sehr seltenen Komplikationen, bei denen ein möglicher Zusammenhang mit der Impfung noch untersucht wird. Als „selten“ gelten Reaktionen, die bei 1 bis 10 von 10.000 Geimpften auftreten. „Sehr selten“ bedeutet, dass weniger als 1 Person pro 10.000 betroffen ist.

Fazit

Die Nachbeobachtung nach einer Impfung ist ein wichtiger Bestandteil der Impfmaßnahme. Sie dient dazu, seltene, aber potenziell schwerwiegende Impfkomplikationen frühzeitig zu erkennen und im Notfall schnell zu handeln. Während harmlose Impfreaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle oder leichtes Fieber häufig und erwartbar sind, treten schwerwiegende Nebenwirkungen oder Komplikationen sehr selten auf. Eine klare Unterscheidung zwischen typischen Impfreaktionen und tatsächlichen Impfkomplikationen hilft dabei, Risiken realistisch einzuschätzen und Ängste abzubauen.

FAQ:

1. Was ist der Unterschied zwischen einer normalen Impfreaktion und einer Nebenwirkung?

Eine Impfreaktion ist eine erwartbare Reaktion des Immunsystems, z. B. Rötung, Fieber oder Müdigkeit. Eine Nebenwirkung geht darüber hinaus, kann stärker ausgeprägt sein und sollte bei Unsicherheit ärztlich abgeklärt werden.

2. Wann muss ich nach der Impfung medizinische Hilfe holen?

Bei starken oder ungewöhnlichen Symptomen wie Atemnot, anhaltendem hohem Fieber, Kreislaufproblemen oder allergischen Reaktionen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

3. Was zählt zu den typischen Impfreaktionen?

Zu den häufigsten Impfreaktionen zählen:

  • Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Einstichstelle

  • Müdigkeit, leichtes Fieber, Kopf- oder Gliederschmerzen

  • allgemeines Unwohlsein
    Diese Symptome treten meist 1–2 Tage nach der Impfung auf und klingen von selbst wieder ab.

4. Was versteht man unter einer Impfkomplikation?

Eine Impfkomplikation ist eine medizinisch bedeutsame und seltene Reaktion, die über das normale Maß einer Impfreaktion oder Nebenwirkung hinausgeht. Beispiele sind allergische Schocks (Anaphylaxie), neurologische Störungen oder Gefäßentzündungen. Sie treten sehr selten auf – oft weniger als 1 Mal pro 10.000 Impfungen.

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Impfen während Schwangerschaft und Stillzeit https://www.korian.de/ratgeber-magazin/impfen-waehrend-schwangerschaft-und-stillzeit/ Fri, 08 Aug 2025 10:00:00 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=63837

Schwangere haben ein höheres Risiko für schwere Verläufe von Infektionskrankheiten. Während der Schwangerschaft laufen verschiedene physiologische und immunologische Veränderungen im Körper ab. Das Immunsystem ist generell weniger aktiv, um das Baby nicht anzugreifen.
Impfen schützt daher nicht nur die werdende Mutter, sondern auch das ungeborene Kind. Im besten Fall ist ein ausreichender Impfschutz bereits vor der Schwangerschaft vorhanden. Wer eine Schwangerschaft plant, sollte daher frühzeitig den Impfstatus prüfen lassen.

Impfschutz in der Schwangerschaft: Was empfohlen wird – und was nicht

Zu den Impfungen, die in der Schwangerschaft nur absoluten Ausnahmefällen verabreicht werden sollten, gehören z. B. Masern, Röteln oder Windpocken. Diese Impfungen erfolgen mit so genannten Lebendimpfstoffen, die in der Schwangerschaft nicht geimpft werden sollten.
Manche Impfungen sollten jedoch auch ausdrücklich während der Schwangerschaft erfolgen, vor allem Grippe (Influenza) und Keuchhusten (Pertussis).

Nicht nur die Schwangere selbst hat bei einer Grippe (Influenza) ein erhöhtes Risiko unter einem schweren Verlauf, z. B. mit Lungenentzündung, zu leiden. Zudem erhöht eine Grippeinfektion während der Schwangerschaft für das Ungeborene die Gefahr von Wachstumsverzögerungen und Fehl- oder Frühgeburten.
Die STIKO empfiehlt eine Grippe-Impfung für Schwangere im Herbst vor Beginn der Grippe-Saison, um Mutter und Kind bestmöglich zu schützen. Etwa ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel kann dann geimpft werden. Die jeweiligen saisonalen Impfstoffe schützen dabei gegen die Virusvarianten, die für die kommende Grippesaison erwartet werden.
Natürlich hilft auch ein angemessener Umgang mit Hygiene, das Ansteckungsrisiko zu mindern. Da Grippe-Viren durch Tröpfchen beim Sprechen oder Husten und über die Hände durch den Kontakt mit Oberflächen übertragen werden, lässt sich durch häufiges Händewaschen, Abstandhalten zu erkrankten Personen und Entsorgung von benutzen Taschentüchern das Infektionsrisiko ein Stück weit zu verringern.

Mehr Informationen zu Hygienemaßnahmen zur Reduzierung des Ansteckungsrisikos mit Atemwegskrankheiten finden Sie auf der Website www.infektionsschutz.de.

Impfung gegen Keuchhusten

Für die Keuchhusten-Impfung gilt seit 2020 eine Empfehlung für das dritte Schwangerschaftsdrittel sowie für jede neue Schwangerschaft erneut – unabhängig von vorherigen Impfungen. Da Neugeborene einerseits noch nicht gegen Keuchhusten geimpft werden, andererseits aber besonders schwer daran erkranken können, empfiehlt sich die Impfung während der Schwangerschaft. Sie sorgt für „Nestschutz“: Die Mutter überträgt ihre Antikörper vor der Geburt über die Nabelschnur und danach über die Muttermilch – so ist das Neugeborene bereits passiv mit geschützt.

Quelle: www.rki.de, Faltblätter zum Impfen – Impfungen in der Schwangerschaft (https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/Schwangerschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=8)

Quelle: www.rki.de, Faltblätter zum Impfen – Impfungen in der Schwangerschaft (https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/Schwangerschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=8)

COVID-Impfung bei Schwangeren

Schwangere haben ein erhöhtes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf. Daher empfiehlt die STIKO Frauen im gebärfähigen Alter eine Basisimmunität bereits vor der Kinderplanung.
Fehlende Impfungen sollten aber spätestens ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel nachgeholt werden. Spikevax- oder Nuvaxovid-Produkte sind dabei in der Schwangerschaft nicht vorgesehen.
Wie bei vielen Infektionskrankheiten gilt auch für Corona: Auch enge Kontaktpersonen sollten geimpft sein. Auch ohne Symptome können mit SARS-CoV-2 infizierte Personen ansteckend sein. Das höchste Risiko besteht jedoch vor allem kurz vor und nach Beginn der Beschwerden. Für Schwangere ist es daher besonders wichtig, Kontakte zu Infizierten möglichst zu vermeiden.

Von der STIKO empfohlene Impfungen für Schwangere:

Quelle: www.rki.de, Faltblätter zum Impfen – Impfungen in der Schwangerschaft (https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/Schwangerschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=8)

Quelle: www.rki.de, Faltblätter zum Impfen – Impfungen in der Schwangerschaft (https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/Schwangerschaft.pdf?__blob=publicationFile&v=8)

Impfen während der Stillzeit

Während der Stillzeit können sowohl die Mutter als auch das gestillte Kind alle von der STIKO empfohlenen Impfungen erhalten. Eine Ausnahme bildet die Gelbfieber-Impfung. Hintergrund sind einzelne weltweit dokumentierte Fälle, in denen gestillte Säuglinge nach einer Gelbfieber-Impfung der Mutter an einer Meningoenzephalitis (Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten) erkrankten.

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Fazit

Nicht jede Impfung ist während der Schwangerschaft sinnvoll – manche, wie Lebendimpfstoffe gegen Masern, Röteln oder Windpocken, sollten sogar vermieden werden. Andere Impfungen hingegen, etwa gegen Grippe, Keuchhusten oder COVID-19, sind ausdrücklich empfohlen, da sie Mutter und Kind wirksam vor schweren Krankheitsverläufen schützen. Besonders wichtig ist der sogenannte „Nestschutz“, den die Mutter überträgt. Wer schwanger ist oder eine Schwangerschaft plant, sollte sich daher frühzeitig ärztlich beraten lassen, um bestmöglich geschützt zu sein.

1. Welche Impfungen sind in der Schwangerschaft empfohlen?

Die STIKO empfiehlt Schwangeren insbesondere Impfungen gegen Grippe (Influenza) und Keuchhusten (Pertussis) ab dem zweiten bzw. dritten Schwangerschaftsdrittel.

2. Welche Impfstoffe dürfen Schwangere nicht erhalten?

Lebendimpfstoffe wie gegen Masern, Röteln und Windpocken sollten in der Schwangerschaft vermieden werden, da sie Risiken für das ungeborene Kind darstellen können.

3. Ist die COVID-19-Impfung in der Schwangerschaft sicher?

Ja, ab dem zweiten Trimester wird eine COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoffen (z. B. Comirnaty) empfohlen, sofern kein vollständiger Impfschutz vorliegt.

4. Müssen Kontaktpersonen von Schwangeren geimpft sein?

Ja, enge Kontaktpersonen sollten einen aktuellen Impfschutz gegen COVID-19, Grippe und Keuchhusten haben, um das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren.

5. Welche Impfungen sind in der Stillzeit erlaubt?

In der Stillzeit sind alle von der STIKO empfohlenen Impfungen möglich – außer der Gelbfieber-Impfung, die nur in Ausnahmefällen erfolgen sollte.

6. Warum ist Impfen in der Schwangerschaft wichtig?

Impfungen schützen nicht nur die werdende Mutter, sondern bieten durch den sogenannten Nestschutz auch dem ungeborenen Kind Schutz vor schweren Infektionskrankheiten.

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Corona-Impfung https://www.korian.de/ratgeber-magazin/corona-impfung/ Fri, 08 Aug 2025 10:00:00 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=63892

Die COVID-19-Pandemie hat unser Leben auf vielfältige Weise verändert – gesundheitlich, gesellschaftlich und wirtschaftlich. Impfstoffe spielen eine zentrale Rolle im Kampf gegen das Virus: Sie schützen vor schweren Krankheitsverläufen, senken das Risiko langfristiger Folgen und tragen zur Eindämmung der Pandemie bei. Dieser Text liefert kompakte Informationen rund um die Corona-Impfung – von ihrer Wirkung über mögliche Nebenwirkungen bis hin zur Bedeutung für besonders gefährdete Gruppen.

Trotz milderer Varianten: Impfschutz bleibt entscheidend

Die dominierenden Omikron-Varianten sowie die hohe Immunität durch Impfungen und Infektionen in der Bevölkerung haben dazu geführt, dass heute deutlich weniger schwere Verläufe und Langzeitfolgen (wie Long-/ Post-Covid) auftreten als noch vor bspw. zwei Jahren. Das ist ein weiterer Erfolg der Impfung, die auch zukünftig wichtig für den Schutz der Bevölkerung bleibt.

Nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 vergehen in der Regel mehrere Tage, bis erste Symptome auftreten (Inkubationszeit). Das höchste Übertragungsrisiko besteht meist kurz vor und unmittelbar nach dem Beginn der Symptome und nimmt im weiteren Verlauf der Erkrankung ab.

Allerdings sind Betroffene oft schon vor dem Auftreten von Krankheitszeichen ansteckend. Auch Personen, die keine Symptome entwickeln, können das Virus weitergeben.

Mit der Impfung:

  • Vermeiden Sie einen schweren COVID-19-Verlauf (Hospitalisierungen und Todesfälle)
  • Verhindern Sie mögliche Langzeitfolgen einer SARS-CoV-2-Infektion
  • Schützen Sie sich und andere vor diesen Folgen, wenn Sie beispielsweise in einem Pflegeheim arbeiten oder wohnen

Wer sollte sich gegen Corona impfen lassen?

Quelle: www.rki.de, Faltblätter zum Impfen – COVID-19-Impfung (https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/COVID-19.pdf?__blob=publicationFile&v=6)

Quelle: www.rki.de, Faltblätter zum Impfen – COVID-19-Impfung (https://www.rki.de/DE/Themen/Infektionskrankheiten/Impfen/Informationsmaterialien/Faktenblaetter-zum-Impfen/COVID-19.pdf?__blob=publicationFile&v=6)

Impfstoffentwicklung in der Pandemie: Schnelligkeit ohne Abstriche

Die Corona-Pandemie stellte die moderne Welt vor noch nie dagewesene Herausforderungen – wirtschaftlich, sozial und gesundheitlich. Die wirksamste Möglichkeit, die Pandemie einzudämmen und sich selbst vor COVID-19 zu schützen, waren die Impfstoffe. Diese Erkenntnis hat alle an der Impfstoffentwicklung beteiligten Expertinnen und Experten bewogen, die Zusammenarbeit enger und die Prozesse effizienter zu gestalten, ohne Abstriche bei der Sorgfalt zu machen. Dies hat auch zu deutlichen Optimierungen der Verfahrensabläufe und einem Zeitgewinn bei der Entwicklung geführt.

Auch interessant zu wissen: Bereits vor über zehn Jahren wurde an den sogenannten RNA-Wirkstoffen schon einmal sehr intensiv geforscht. Diese wurden damals aber (noch) nicht in diesem Maß gebraucht, wie wir es bei der Corona- Pandemie erlebten. Damals wurde die Forschung auf Eis gelegt, um sich dann während „Corona“ an sie zu erinnern und infolgedessen weiterzuentwickeln. Die Vorarbeiten zweier herausragender, aber vergessenen Forscher haben hier viele Leben gerettet.

Exkurs: Was wissen wir über mRNA-Impfstoffe?

Es wurden verschiedene COVID-19 Impfstofftypen entwickelt: mRNA-basierte Impfstoffe, vektorbasierte Impfstoffe sowie proteinbasierte Impfstoffe. Aktuell stehen in Deutschland nur noch mRNA- und proteinbasierte Impfstoffe zur Verfügung.

mRNA-Impfstoffe enthalten kleine Genabschnitte des SARS-CoV-2-Virus in Form von messenger-RNA (kurz mRNA), die auch als Boten-RNA bezeichnet wird. Damit die mRNA in die Zellen aufgenommen werden kann, wird sie mit kleinen Fetttröpfchen umhüllt. Diese sind nach der Injektion in den Muskel stabil und verschmelzen mit der Zellmembran von Muskelzellen, wodurch die mRNA in die Zellen gelangt. Studien haben gezeigt, dass die Lipidnanopartikel nicht zytotoxisch (zellschädigend) sind und von ihnen keine Gefahr für den menschlichen Körper ausgeht. Nach der Impfung wird die mRNA im Inneren von Körperzellen abgelesen. Dadurch werden Eiweißstoffe, nicht aber das ganze Virus hergestellt. Dasselbe läuft in jeder Körperzelle auch mit der zelleigenen mRNA ab. Die mRNA wird nicht in DNA umgebaut und hat keinen Einfluss auf die menschliche DNA (hierzu hat das RKI ein Faktensandwich erstellt).

Diese Eiweißstoffe werden anschließend dem Immunsystem präsentiert, das mit einer Abwehr reagiert. Diese Immunreaktion kann zu den klassischen, leichten Symptomen führen (z.B. Rötung und Schwellung an der Einstichstelle), die meist nach wenigen Tagen von selbst verschwinden.

mRNA-basierte Impfstoffe haben den Vorteil, dass sie sehr schnell an neue Varianten eines Virus angepasst werden können. Dafür werden einzelne Bausteine der mRNA im Labor gentechnisch ausgetauscht. Anschließend können mRNA-Impfstoffe in großer Anzahl innerhalb weniger Wochen hergestellt werden.

COVID-19-Impfung für Ältere und Risikogruppen

Personen im Alter ab 60 Jahren sind grundsätzlich stärker gefährdet, nach einer SARS-CoV-2-Infektion schwer an COVID-19 zu erkranken oder zu versterben, wobei das Risiko einer ernsten Erkrankung in dieser Altersgruppe mit fortschreitendem Alter kontinuierlich zunimmt. Auch für immungeschwächte Personen jeglichen Alters, für Personen mit bestimmten Grundkrankheiten sowie für Betreute in Pflegeeinrichtungen bleibt COVID-19 bedrohlich, da sie ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben.

Pflege bei Corona

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Wo kann ich mich gegen Covid impfen lassen?

Hausarzt- oder Facharztpraxis

Die meisten Impfungen finden mittlerweile in Hausarztpraxen, bei Internisten oder bestimmten Fachärzten statt. Einfach dort anrufen oder online einen Termin vereinbaren.

Gesundheitsamt oder kommunale Impfstellen

Einige Städte und Landkreise bieten weiterhin Impfungen über das Gesundheitsamt oder spezielle Impfzentren an. Diese Angebote sind meist auf den Webseiten der Städte oder Landkreise gelistet.

Apotheken (teilweise)

In vielen Regionen dürfen auch Apotheken mit geschultem Personal COVID-19-Impfungen anbieten. Ob Ihre Apotheke dazugehört, erfahren Sie vor Ort oder online über die Apothekensuche.

Pflegeeinrichtungen und mobile Impfteams

In Pflegeheimen oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderung werden häufig mobile Impfteams eingesetzt, die Bewohner und Personal vor Ort impfen.

(Langzeit-) Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung und Long COVID

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FAQ

1. Warum ist es wichtig, sich gegen COVID-19 impfen zu lasse?

Die Impfung schützt vor schweren Krankheitsverläufen, Krankenhausaufenthalten und Todesfällen. Außerdem hilft sie, die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

2. Wo kann ich mich gegen Corona impfen lassen?

In Arztpraxen, Impfzentren (sofern vorhanden), bei Betriebsärzten oder teilweise auch in Apotheken. Die Terminvergabe erfolgt meist online oder telefonisch.

3. Warum muss ich nach einer COVID-19 Impfung noch unter Beobachtung bleiben?

Um seltene, aber mögliche akute Impfreaktionen wie allergische Reaktionen frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls sofort behandeln zu können.

4. Schützt eine COVID-19-Impfung auch vor LongCovid und PostCovid?

Studien deuten darauf hin, dass die Impfung das Risiko für LongCovid deutlich senken kann – vor allem bei milden oder asymptomatischen Infektionen.

5. Was sind mRNA-Impfstoffe?

mRNA-Impfstoffe enthalten genetische Informationen, mit denen der Körper vorübergehend ein ungefährliches Virusprotein herstellt. Das Immunsystem lernt dadurch, das echte Virus zu erkennen und zu bekämpfen.

6. Warum konnten die COVID-19-Impfstoffe während der Pandemie so schnell zugelassen werden und sind sie sicher?

Die schnelle Zulassung war möglich, weil Forschung, Finanzierung und Behördenverfahren weltweit beschleunigt wurden – ohne Abstriche bei der Sicherheit. Die Impfstoffe wurden in großen Studien getestet und werden weiterhin streng überwacht.

7. Welche Impfnebenwirkungen hat die Corona-Impfung?

Die schnelle Zulassung war möglich, weil Forschung, Finanzierung und Behördenverfahren weltweit beschleunigt wurden – ohne Abstriche bei der Sicherheit. Die Impfstoffe wurden in großen Studien getestet und werden weiterhin streng überwacht.

8. Welche Impfnebenwirkungen hat die Corona-Impfung?

Häufige Nebenwirkungen sind vorübergehend: Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Fieber. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind sehr selten.

9. Was ist ein Post-Vac-Syndrom?

Das Post-Vac-Syndrom bezeichnet anhaltende gesundheitliche Beschwerden nach einer Impfung. Es tritt sehr selten auf, wird wissenschaftlich untersucht und darf nicht mit LongCovid verwechselt werden.

10. Darf eine Influenza-Impfung zusammen mit der COVID-19-Impfung gegeben werden?

Ja, beide Impfungen können am selben Termin verabreicht werden – meist in unterschiedliche Arme. Das ist sicher und wird bei Risikogruppen sogar empfohlen.

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(Langzeit-) Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung und Long COVID https://www.korian.de/ratgeber-magazin/langzeit-nebenwirkungen-nach-einer-corona-impfung-und-long-covid/ Fri, 08 Aug 2025 10:00:00 +0000 https://www.korian.de/?post_type=guide_magazine&p=63900

Die COVID-19-Impfung hat einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Pandemie geleistet. Gleichzeitig stellen sich viele Menschen Fragen zu möglichen Nebenwirkungen – vor allem im Hinblick auf Langzeitfolgen – und zum Zusammenhang mit Long COVID. Dieser Artikel fasst den aktuellen Wissensstand zusammen und gibt verständliche Antworten auf häufige Fragen.

COVID-19-Impfung und Long COVID

Die Frage, ob eine Covid-Impfung auch das Risiko für Long COVID senken kann, ist wissenschaftlich noch nicht eindeutig geklärt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist aufgrund von Studienergebnissen anzunehmen, dass die COVID-19-Impfung auch vor Long COVID und Post COVID schützt. Dabei kann von einer Wirksamkeit von bis zu 60 % ausgegangen werden. Das bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit an Long COVID oder Post COVID zu erkranken bei Geimpften um bis zu 60 % geringer ist als bei Ungeimpften. Für eine verlässliche Schätzung der Wirksamkeit gegen Long COVID braucht es jedoch mehr methodisch hochwertige Studien zu dieser Thematik.

Langzeitnebenwirkungen bei COVID-19-Impfstoffen

Die Erfahrungen mit verschiedenen Impfstoffen über viele Jahre haben gezeigt, dass Nebenwirkungen kurze Zeit nach einer Impfung auftreten, in der Regel innerhalb weniger Tage bis einige Wochen. Alle Impfstoffe werden auch nach der Zulassung durch das Paul-Ehrlich-Institut weiter aktiv überwacht, sodass hier immer mehr Erkenntnisse zur Langzeitsicherheit, insbesondere zu sehr seltenen Nebenwirkungen, in den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen gewonnen werden.

Sogenannte Langzeitnebenwirkungen, die unerwartet und erst lange Zeit (z.B. mehrere Jahre) nach der Impfung auftreten, sind bei noch keiner Impfung beobachtet worden und sind auch bei den COVID-19-Impfstoffen nicht zu erwarten.

In der Vergangenheit kam es vor, dass sehr seltene Nebenwirkungen, die bei Geimpften kurz nach der Impfung auftraten, von Forschenden erst nach der Zulassung erkannt wurden. Der Grund dafür ist, dass sich sehr seltene Nebenwirkungen erst sicher erkennen lassen, nachdem sehr viele Menschen geimpft wurden. In der Regel braucht das eine gewisse Zeit. Die COVID-19-Impfstoffe wurden in kürzester Zeit vielen Menschen weltweit verabreicht. Deshalb konnten auch sehr seltene Nebenwirkungen schneller als sonst erkannt und beurteilt werden.

Was ist ein Post-Vac-Syndrom?

Unter dem Begriff „Post-Vac-Syndrom“ werden unterschiedliche, länger andauernde Beschwerden nach einer COVID-19-Impfung beschrieben, die teilweise den Symptomen bei Long oder Post COVID ähneln. Bisher konnte jedoch kein ursächlicher Zusammenhang zwischen den Symptomen und der COVID-19-Impfung bestätigt werden.

Impfung und Todesfälle

Bei großen Impfkampagnen – wie während der Corona-Pandemie – ist es durchaus erwartbar, dass Erkrankungen und Todesfälle auch in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung auftreten. Manche Menschen sterben kurz nach einer Impfung, ohne dass die Impfung der ursprüngliche Grund dafür ist. Das wurde insbesondere zu Beginn der COVID-19-Impfkampagne beobachtet, als vorrangig ältere und vorerkrankte Personen geimpft wurden.

Alle Todesfälle, bei denen ein Verdacht auf einen Zusammenhang mit einer Impfung besteht, werden sehr genau geprüft. In Deutschland ist das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) für die Überwachung und Beurteilung solcher Fälle zuständig.

Fazit

Die COVID-19-Impfung schützt nach aktuellem Stand nicht nur zuverlässig vor schweren Krankheitsverläufen, sondern kann auch das Risiko für Long COVID deutlich senken. Schwere Nebenwirkungen sind sehr selten und werden in Deutschland sorgfältig überwacht. Bisher gibt es keine Hinweise auf echte Langzeitnebenwirkungen, die erst Jahre nach der Impfung auftreten. Wer unsicher ist oder Fragen hat, sollte das Gespräch mit Ärztinnen und Ärzten suchen – sie können individuell beraten und Ängste nehmen.

Häufige Fragen:

1. Kann die COVID-19-Impfung vor Long COVID schützen?

Ja, aktuelle Studien legen nahe, dass die Impfung das Risiko für Long COVID um bis zu 60 % senken kann. Für eine endgültige Bewertung sind jedoch weitere hochwertige Studien nötig.

2. Gibt es Langzeitnebenwirkungen, die erst Jahre nach der COVID-19-Impfung auftreten?

Nein, solche echten Langzeitnebenwirkungen sind bisher bei keiner Impfung – auch nicht bei den COVID-19-Impfstoffen – beobachtet worden und gelten als äußerst unwahrscheinlich.

3. Welche schweren Nebenwirkungen wurden nach COVID-19-Impfungen beobachtet?

Seltene Nebenwirkungen wie spezielle Thrombosen (z. B. bei AstraZeneca) oder Herzmuskelentzündungen (v. a. bei mRNA-Impfstoffen) traten auf. Diese wurden früh erkannt, sind sehr selten und verlaufen meist mild.

4. Was ist das sogenannte Post-Vac-Syndrom?

Das Post-Vac-Syndrom beschreibt länger anhaltende Beschwerden nach einer Impfung, die Long COVID ähneln können. Ein direkter ursächlicher Zusammenhang mit der Impfung wurde bisher nicht wissenschaftlich bestätigt.

5. Können Todesfälle nach der Impfung durch die Impfung verursacht sein?

Todesfälle im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung werden sorgfältig untersucht. In den meisten Fällen liegt jedoch kein ursächlicher Zusammenhang vor – insbesondere, wenn es sich um ältere oder vorerkrankte Personen handelt.

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