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70 Jahre und kein bisschen müde – Willi Cihak radelt für den guten Zweck


Willi Cihak will es nochmal wissen. Um Spenden für Friedensdorf International in Oberhausen zu sammeln, hat sich der 70-Jährige vorgenommen, in den nächsten zwei Wochen knapp 1000 Kilometer mit dem Rad zurückzulegen.

Seit seinem Renteneintritt vor sieben Jahren setzt sich der passionierte Radfahrer ehrenamtlich für schwer kranke und schwerstverletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten ein. Das Friedensdorf holt die Kinder zur medizinischen Versorgung nach Deutschland. Nach Abschluss der Behandlung können sie dann wieder zu ihren Familien zurückkehren.

Am Montag startete Cihak seine Tour im zur Korian-Gruppe gehörenden Haus Marthahof in Dinslaken, zu der er, seit sein Vater im März 2017 eingezogen ist, eine enge Verbindung hat. Auch nach dem Tod seines Vaters ist er der Einrichtung treu geblieben und ist weiterhin ehrenamtlich als Heimbeirat tätig.

Von Dinslaken über Oldenburg und Bremerhaven nach Bad Segeberg und über Osnabrück und Münster wieder zum Marthahof zurück. Auf seiner Route wird er den ebenfalls zu Korian-Gruppe gehörenden Häuser Seniorenresidenz Curanum Lingen, Haus am Steertpogg in Norderstedt und die Seniorenresidenz Geertz in Bad Schwartau einen Besuch abstatten.

Als Carola Seeberger, regionale Geschäftsführerin bei Korian von dem Vorhaben erfuhr, sagte sie sofort eine Spende zu – einen Euro für jeden geplanten Kilometer. „Dieses ehrenamtliche Engagement finde ich bewundernswert. Ich drücke Herrn Cihak die Daumen für sein Vorhaben und wünsche ihm gutes Wetter und immer ausreichend Rückenwind.“

Mit 15 Jahren ist er diese Strecke schon einmal gefahren, während seine Eltern ihn mit dem Auto fahrend am Ziel erwarteten. Damals hatte der in der Nähe von Bad Segeberg geborene Cihak seine Verwandten besucht, nachdem er mit seinen Eltern in die Nähe von Dortmund gezogen war. Für die einfache Strecke benötigter er da noch drei Tage.

Vor gut einem Jahr habe er sich überlegt, die Tour noch einmal zu machen. Er wolle sehen, ob er es noch „drauf hat“. Dabei wollte er die Fahrt mit einem guten Zweck verbinden und da kam für ihn nur das Friedensdorf in Frage.

„Für mich ist es immer wunderbar zu erleben wie Kinder verschiedener Nationalitäten miteinander spielen und sich mit Händen und Füßen verständigen und trotzdem lachen und Spaß miteinander haben“, sagt Cihak. „Ich bin davon überzeugt, dass ehrenamtliches Engagement dringend notwendig ist.“