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15 Mai 2018, Aus den Einrichtungen

Mit Laptop und iPad im Seniorenheim

100 Einrichtungen des Korian-Netzwerkes werden im Sommer sowohl für Mitarbeiter, Bewohner als auch Besucher freies WLAN anbieten.

Das sogenannte Wireless Local Area Network wird durch einen allgemeinen Zugangscode für jeden Interessenten frei zugänglich sein. So können Bewohner kurzerhand die Wettervorhersage für einen geplanten Ausflug prüfen, Mitarbeiter sich Inspirationen für Gruppenübungen holen oder Enkelkinder beim Besuch der Oma die Bundesliga verfolgen. Geplant ist, dass die Hälfte aller Korian-Einrichtungen bis Ende des Jahres mit einem solchen WLAN-Zugang ausgestattet werden.

Einige der Einrichtungen verfügten zwar schon länger über die entsprechende Infrastruktur, da diese bisher jedoch nur mit einem Voucher-System funktionierten, machte das den Umgang kompliziert.  „Wir haben uns entschlossen, die allgemeine Diskussion aufzugreifen und als Vorreiter unser Netz allen im Haus zur Verfügung zu stellen“, so Lydia Metz Einrichtungsleitung vom Zentrum für Betreuung und Pflege Curanum Findorff. „Bald wir es nur noch ein einziges Zugangspasswort geben, das jeder im Haus ohne zeitliche Beschränkung nutzen kann“, erklärt die Einrichtungsleitung. Möglich macht dies eine neue gesetzliche Grundlage. Bisher war es aus Gründen der Haftung wichtig für die Anbieter zurückverfolgen zu können, wer wann und wo im angebotenen Netz tätig war. Ende 2017 wurde die sogenannte Störerhaftung endgültig abgeschafft. „Ich denke, dass das den Alltag in unserer Einrichtung tatsächlich verändern kann. Schon jetzt sitzen oft Bewohner mit ihrem Laptop in unserem Gemeinschaftsraum und wollen sich über verschiedene Orte auf der Welt informieren, erklärt Metz.

Peter Antonenko wagt auch eine Prognose: „Bewohner mit Tablets auf den Wohnbereichen, Angehörige, die während des Besuchs Familien-Posts auf Facebook teilen und Enkel, die der Oma ihre Lieblingsvideos auf YouTube zeigen. Ich sehe hier viel Potential dafür, dass unser Haus auch für Besucher attraktiver gestaltet wird.“. Für die Mitarbeiter im Haus Silberdistel Sipplingen hat das Internet sowohl in den Pausen als auch bei der Bearbeitung von E-Mails schon lange einen festen Platz. „Nur wenn alle Bewohner und Mitarbeiter gleichzeitig Netflix und Spotify für sich entdecken sollten, könnte es schwierig werden, schmunzelt der Einrichtungsleiter.